Ein Lionsjahr in gespannter Erwartung – Antrittsinterview mit Alexander von Renz

(hn) – Zum 01. Juli, dem weltweiten Beginn eines jeden Lionsjahres, hat Alexander von Renz die Präsidentschaft im Lions Club Hochheim-Flörsheim übernommen. Wir sprachen mit ihm über seine Motivation, Erwartungen und Pläne.

Weinstadtjournal: „Herr von Renz, seit einigen Wochen sind Sie der Präsident des Lions Club Hochheim-Flörsheim. Nach sechs Jahren haben Sie dieses Amt zum zweiten Mal übernommen.“

Alexander von Renz: „Da ist richtig. Ich war bereits 2015/16 Präsident des hiesigen Lions Clubs. So zeitnah das Amt erneut zu übernehmen ist eher ungewöhnlich, liegt aber an der besonderen Situation, dass sich unser Vizepräsident Markus Töpfer in Stuttgart beruflich neu orientierte. Ich konnte kurzfristig einspringen und – das ist das wichtigste – habe die Unterstützung meiner Familie, das Amt ausfüllen zu können.

Weinstadtjournal: „Was erwartet uns in den kommenden zwölf Monaten an Programm?“

Alexander von Renz: „Als roten Faden, der sich durch mein Präsidentenjahr ziehen soll, habe ich das Motto ‚Tradition‘ gewählt. Nach einem Coronajahr voller Beschränkungen und Improvisation, das mein Vorgänger Kai Gundlach übrigens mit Bravour gemeistert hat,  freuen wir uns wieder auf echte Begegnungen: das traditionelle Grillen am Christsee und mit den Bewohnern des Antoniushauses, aber auch Stammtische und Clubabende ganz ohne Bildschirme. Um sicher zu gehen, finden meine ersten Clubveranstaltungen aber vorsichtshalber draußen statt.“

Weinstadtjournal: „Viel Zeit zum Vorbereiten hatten Sie ja nicht….“

Alexander von Renz: „Traditionell organisieren die Lions-Präsidenten ihr Jahresprogramm mit Referenten aus ihrem jeweiligen beruflichen und privaten Netzwerk. Trotz des geringen Vorlaufs konnte ich ein kurzweiliges Programm mit Demonstrationen eines Sicherheitsdienstleisters und Besuchen eines Steinmetzbetriebes, der Freiwilligen Feuerwehr und der Freimaurerloge sowie medizinische, juristische und publizistische Fachvorträge auf die Beine stellen.“

Weinstadtjournal: „Wenden wir uns vom Clubleben hin zu denjenigen Veranstaltungen, für die die Flörsheim-Hochheimer Lions bekannt sind: Ihre Benefizveranstaltungen.“

Alexander von Renz: „Da begann meine Präsidentschaft leider mit einem Wermutstropfen – ohne Weinfest. Vier Tage Livemusik auf der Lionsbühne und Ausschank in unserem Hof konnten auch in diesem Jahr nicht stattfinden. So hoffen wir auf eine Möglichkeit, trotz derzeit wieder anziehender Corona-Inzidenzen am 19. September in Flörsheim und am 21. November in Hochheim verantwortungsbewusst und sicher unsere Benefizkonzerte veranstalten zu können.“

Weinstadtjournal: „Trotz der unsicheren Einnahmesituation – gibt es bereits Ideen, welche sozialen und kulturellen Einrichtungen während Ihres Präsidentenjahres mit der Unterstützung des Lions Clubs rechnen können?“

Alexander von Renz: „Gerne wollen wir die Zusammenarbeit mit dem Antoniushaus wieder intensivieren – traditionell grillen wir dort im Spätsommer mit den Bewohnern und richten im Januar unseren Neujahrsempfang in der Cafeteria aus. In Kooperation mit der Johanniter Unfallhilfe wollen wir wieder „Wheels on Water“ organisieren – rasante Bootsausflüge für Rollstuhlfahrer auf dem Main.

Da ich beruflich mit Antiquitäten handele und als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger sowie Auktionator tätig bin, liegt mir zudem die Denkmalpflege am Herzen. Diese ist zwar in den Lions-Statuten als Förderziel festgeschrieben, kommt aber oftmals zu kurz, gerade weil es sich hierbei oft um sehr vorbereitungsintensive und kostspielige Projekte handelt.

In meinem ersten Präsidentenjahr konnten wir mittels eines gemeinsamen Kraftakts vieler Beteiligter das Mahnmal für die Verstorbenen des deutsch-französischen Krieges 1870/71 restaurieren. Diesmal wollen wir uns dem Denkmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges widmen und so das Andenken an diese Hochheimer Bürger bewahren.

Und schließlich haben wir mit Thomas Heuser einen hessenweiten Beauftragten für ‚Lions-Quest‘ in unserem Club. Dieses Programm leitet Kinder und Jugendliche zu selbstbewusstem und selbstbestimmtem Handeln an. Zudem geht es um den Aufbau von Sozialkompetenzen und die Suchtprävention. Projektpartner sind dabei Schulen in Flörsheim und Hochheim. Hierfür unterstützen wir eine umfangreiche Fortbildungsmaßnahme für interessierte Lehrer als Multiplikatoren. Diese Schulung wird so groß und so umfangreich sein, wie es die Corona-Lage derzeit eben zulässt.“

Weinstadtjournal: „Apropos ‚Corona-Lage’ – sind Sie ja bereits mit einem richtigen Paukenschlag in Ihre Präsidentschaft gestartet….“

Alexander von Renz: „Wir haben das Glück, mit Veit Kappen einen erfahrenen Betriebsarzt in unseren Reihen zu wissen. Durch ihn konnten wir mit recht kurzem Vorlauf schon am vergangenen Samstag Corona-Schutzimpfungen anbieten. Wir wollten eine schnelle und unbürokratische Möglichkeit für alle Impfwilligen anbieten, die noch keine Impfgelegenheit hatten. Die Delta-Variante wartet nicht. Zudem können die von uns mit BioNTech Geimpften darauf vertrauen, dass wir auch kurzfristig einen Termin für die Zweitimpfung publizieren werden.

Weinstadtjournal: „Herr von Renz, vielen Dank für diese Einblicke. Ihnen und dem Lions Club Hochheim-Flörsheim weiterhin alles Gute und ein erfolgreiches Lionsjahr.“

Durch das Interview führte Holger Nicolay.

Bild: Umringt von seinen Vizepräsidenten: Alexander von Renz (Mitte) ist der amtierende Präsident des Lions Clubs Hochheim-Flörsheim. In den kommenden Jahren folgen ihm im Amt der 1. Vizepräsident Heinz-Peter Kohl (links) und sowie danach der 2. Vizepräsident Prof. Dr.med. Sven Kantelhardt (rechts).

Bildnachweis: Holger Nicolay

 

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