Dem Nachwuchs ein Heim gezimmert

(mf/kofaho) Hochheimer Kinder trafen sich im Vereinshaus, um den ersten Frühlingsboten noch schnell ein Zuhause zu zimmern: Gemeinsam galt es einen Nistkasten für die demnächst brütenden Singvögel im heimischen Garten zu bauen. An vorbereiteten Bauplätzen lagen zugeschnittene Bretter, die nur noch gebohrt und verschraubt werden mussten.

Dabei halfen sich die Kinder gegenseitig, aber natürlich durften Papas und Opas nicht nur mit reichlich Rat zur Seite stehen. Unter Anleitung von Bernd Zürn vom BUND Flörsheim wurden die Kästen so gestaltet, dass in die Einfluglöcher nur kleine Meisen und maximal ein Vogel wie der Gartenrotschwanz hineinpasst. Wichtig ist dies, damit keine Nesträuber wie die schwarz-weiße Elster den Bruterfolg zunichtemachen.

Außerdem bestaunten die Kinder Fledermauskästen (in die Notfalls auch Vögel einziehen), ein altes Nest sowie verschiedene Leere Eier und Bilder der zukünftigen Nistkastenbewohner. Das Ei ist damit nicht erst an Ostern Symbol für den Frühlingsbeginn – bereits in den kommenden Wochen beginnen unsere heimischen Singvögel mit ihren Bruten. Zu Beginn steht dabei die Partnersuche und der Nestbau – bei beidem wollen die Kinder nun die Vögel beobachten und bei ihren charakteristischen Gesängen belauschen. Um lange an den Nistkästen Freude zu haben ist es dabei auch wichtig, alle 2-3 Jahre Kehraus zu halten und noch im Winter die alten Nester zu entfernen.

Die Idee für den Nistkasten-Termin entstand nach einem Vortrag zur Jagd als nachhaltiger Nutzungsform. Somit soll ein Teil des Kolping Bildungsprogramms auch ökologische Fragen beleuchten, am besten wie in diesem Fall schon für die jüngsten Naturfreunde.

Bild: Viele neue Vogelhäuser warten auf ihre neuen Bewohner

Bildnachweis: Kolpingfamilie Hochheim

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