Kinder besser zur Schule bringen – Projekt im Main-Taunus-Kreis startet

(jol/mtk) – Mit einem neuen Programm sollen Kinder im Main-Taunus-Kreis besser zur Schule kommen. Wie Kreisbeigeordneter Johannes Baron mitteilt, beteiligt sich der Kreis an einem entsprechenden Beratungsprogramm. Dabei arbeiten Kreis, Kommunen, Schulen, Polizei und Verkehrsbetriebe zusammen: „Wir wollen die schulische Mobilität verbessern“, so Baron, „dazu müssen alle Beteiligten zusammenwirken“. Das Projekt „Besser zur Schule“ wird von der ivm GmbH (Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement) organisiert und vom Land Hessen finanziert. Es können sich noch weitere Schulen beteiligen.

Wie Baron erläutert, soll der Schulverkehr optimiert werden – ob zu Fuß, per Rad oder mit dem Bus. Vor allem Fahrten mit dem Auto, das so genannte „Elterntaxi“, will der Kreis vermeiden. Es sei selten nötig, dass Kinder mit dem Wagen zur Schule gebracht würden, so Baron. Der Schulweg biete viele Chancen für Kinder, selbstständig zur Schule zu kommen. Kinder mit viel Bewegung seien nach Erkenntnissen der Forschung meist aufmerksamer, leistungsfähiger und gesünder als andere; der Schulweg zu Fuß oder mit dem Fahrrad leiste einen Beitrag zu mehr Bewegung. Zudem lernten diese Kinder früh, „sich als Verkehrsteilnehmer zu integrieren und sich richtig zu verhalten.“

Die Schüler und Schülerinnen müssten auch bei Dunkelheit und im Berufsverkehr einen sicheren Weg kennen, erläutert die MTK-Nahmobilitätsbeauftragte Cornelia Wienen. Außerdem sollten sie die Verkehrsregeln für Radfahrer und Fußgänger kennen oder selbstständig mit dem Bus fahren können. Andererseits fehle vielleicht auch an einigen Stellen ein sicherer Übergang. Insgesamt könne der Anteil des Fahrrads am Radverkehr im Kreis noch deutlich gesteigert werden, so Wienen.

Im Rahmen des Programms „Besser zur Schule“ der ivm werden Probleme in mehreren Bereichen analysiert – etwa in der Verkehrsregelung, der Verkehrserziehung und der Organisation. Die Fachleute unterstützen anschließend die Schulen und Kommunen bei der Erarbeitung und Umsetzung von passenden Vorhaben. „So finden wir dauerhafte Konzepte, mit denen wir jede neue Klasse auf den Weg bringen können“, erläutert Baron.

Die Schulen können sich für das Programm ab sofort anmelden, es entstehen ihnen keine Kosten. Informationen erhalten Schulen, Eltern und Kommunen im Internet unter www.besserzurschule.de und bei der MTK-Nahmobilitätsbeauftragten Cornelia Wienen (E-Mail: nahmobilitaet@mtk.org, Tel. 06192- 205 1966).

Bild: Fahrradständer an Schulen als Themenillustration

Bildnachweis: Main-Taunus-Kreis

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