Abschlussfeiern für knapp 70 Abgänger der Edith-Stein-Schule – Berufliche Schulen des Antoniushauses bereiten in vier Schulformen auf die Zukunft vor

(cm/ah) – An der Edith-Stein-Schule ging in diesen Tagen ein ganz besonderes, durch die Coronapandemie geprägtes Schuljahr zu Ende: Knapp 70 Schülerinnen und Schüler der beruflichen Schulen am Antoniushaus konnten ihre erfolgreichen Abschlüsse feiern. Etwa 45 von ihnen verlassen die Edith-Stein-Schule, um ein Studium, eine Ausbildung auf dem 1. Arbeitsmarkt oder in einem Berufsbildungswerk zu beginnen. Andere wiederum streben ein Freiwilliges Soziales Jahr oder berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme an oder werden eine Werkstatt für behinderte Menschen besuchen. 19 Schülerinnen und Schüler wechseln innerhalb der Edith-Stein-Schule in eine weiterführende Schulform. 24 Schulabgänger verlassen gleichzeitig das Internat des Antoniushauses, „mit einem weinenden und einem lachenden Auge“, so Internatsleiter Georg Theisen. „Freut Euch nun auf den bevorstehenden neuen Lebensabschnitt mit seinen neuen Herausforderungen.“

In kleinen, ein- bis zwei Klassen übergreifenden, Abschlussveranstaltungen erhielten die jungen Erwachsenen von ihren Klassenleitungen in diesen Tagen feierlich ihre Zeugnisse in der Kapelle. Matthias Stumpf, der Leiter der Edith-Stein-Schule, freut sich für die Absolventen und lobt deren Durchhaltevermögen. Er wisse, wie sehr die vielen Probleme, ob schulisch oder auch privat, einigen zugesetzt haben: „Ohne zu übertreiben, kann ich sagen, dass das letzte Schuljahr für unsere Schüler und Schülerinnen sehr anstrengend und stressig war.“ Er wünsche seiner Schülerschaft nun von Herzen eine erholsame Zeit und ergänzt: „Habt Geduld, alle Dinge sind schwierig, bevor sie leicht werden.“

Bereits etwas früher vor Schuljahresende waren 9 Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule verabschiedet worden, die die Schule mit der Fachhochschulreife im Gepäck verlassen. „Eine Tür schließt sich, aber viele neue Türen erscheinen und hinter mancher warten Aufregendes, Ungeahntes und vor allem – weitere Türen“, ermunterte Abteilungsleiter Jens Claußnitzer die Abgänger. „Die Welt, in die wir sie heute entlassen, ist im Wandel. In einem Wandel, dessen Geschwindigkeit keiner seriös vorhersagen kann. Sie werden konfrontiert werden mit Dingen, die es heute noch nicht gibt. Mit Entwicklungen, die Hoffnung machen, aber auch solchen, die Angst verbreiten. Hoffen Sie nicht. Haben Sie keine Angst! Bereiten Sie sich vor, lernen Sie!“ In früheren Reden habe er häufig etwas vom Tempo der Digitalisierung erzählt. Aus heutiger Sicht sei das eines unserer kleineren Probleme. Es scheine so, als wäre die Zukunft etwas dunkler geworden und als stünden unendlich viele Aufgaben vor den Absolventen. „Wenn es aber stimmt, dass wir im Tätigsein, im Schaffen, im Lösen von Problemen, im gemeinsamen Voranschreiten unser Glück finden können, dann ist mir für Ihr Glück nicht bange, denn es gibt für jeden von Ihnen genug zu tun.“

Er sei zuversichtlich, dass alle ihren zukünftigen Weg meistern werden. Sie hätten sich in den vergangenen Jahren mit Unterstützung der Lehrer das erforderliche fachliche Werkzeug erarbeitet. Aber auch darüber hinaus, sei die Schule bemüht darum gewesen, dass sie diese als beharrliche, tolerante Menschen verlassen und ihnen alles mitzugeben, um selbstständig denken und sich eine eigene, mit guten Argumenten versehene, Meinung bilden zu können. Auch er wisse nicht, wo der weitere Weg die Absolventen hinführe und welche Schwierigkeiten ihnen dabei begegnen werden, „aber ich möchte ihnen noch eine kluge Erkenntnis von Giacomo Casanova mitgeben: Wer sich entschieden hat, etwas zu tun, und an nichts anderes denkt, überwindet alle Hindernisse.“

Bild: Die Schüler der Berufsfachschul-Klasse O3, die ihr Abschlusszeugnis erhalten haben

Bildnachweis: Antoniushaus gGmbH

 

 

 

 

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