Erzählwettbewerb HVB: Katastrophe der Natur

Katastrophe der Natur (von Aarish Suseethar, Jg. 8, C-Kurs)

„Verdammt, das Wasser steigt bis zu meinen Knien, wenn ich jetzt stolpere, werde ich komplett nass.“ Plötzlich rief meine Mutter mich und, als ich zu ihr rannte, knallte ich gegen die Tür. 8.00 Uhr früh, morgens.

Tim muss sich jetzt beeilen, da er schon spät dran ist. Auf dem Weg zur Schule sieht er Müll und das nicht wenig. Als der Unterricht beginnt, hat er schon wenig Motivation, weil er depressiv ist. Als die Pause beginnt, sieht er die 6.-Klässler, wie sie mit ihren gefälschten Modetaschen, die größer als ihre Köpfe sind, angeben. Die 7.-Klässler bekommen Angst, wenn die Marokkaner anfangen, marokkanisch zu reden. Man sieht, wie jemand gemobbt wird oder wie jemand ausgeschlossen wird. Allein so etwas zu sehen, tut Tim weh.

Tim ist auf dem Weg nach Hause von der Schule und trifft seine Nachbarin. Sie fangen an zu plaudern. Die Nachbarin, die bürgerlich Elisa Tulm heißt, weiß, dass Tim depressiv ist und redet deswegen nie über etwas Trauriges. Tim will etwas bringen, etwas tun, etwas machen – er will etwas unternehmen.

Er erzählte dem Bürgermeister von seiner Idee und von den Auswirkungen der Katastrophen der Natur und der Bürgermeister war sehr überrascht. Als er vom Bürgermeister sehr gelobt wurde, beschloss er, dass er damit der Kanzlerin erklären konnte, was für Auswirkungen die Katastrophen haben.

Monatelang wartete er auf eine Antwort von der Bundeskanzlerin und schaffte es endlich, mit ihr zu reden. Auf dem Weg zur Bundeskanzlerin postete er online alles, was er erreicht hatte. Aber die Leute machten sich über Tim lustig. Die einzige, die zu ihm stand, war Elisa.

Während Tim mit der Bundeskanzlerin redete, kamen die Fernsehsender und filmten es. Als er erklärte, dass die Welt jetzt schon untergehen würde, malte er extra eine Skizze für die Bundeskanzlerin. Doch niemand verstand ihn. Andauernd fragten die Reporter, warum er so negativ wäre. Tim antwortete, dass es ihm nicht gefallen würde, dass alle das machten, was sie wollten.

Nach ein paar Tagen gab es tausende Witze über Tim und seinen Versuch, die Welt zu verschönern. Tim war schon depressiv, aber, als er von denen verarscht wurde, die er retten wollte, wurde er nur noch trauriger. Tag für Tag wurde er heftiger gemobbt und beleidigt. Irgendwann beschloss er, Selbstmord zu begehen.

Tim nahm seit einigen Wochen Antidepressiva, da er von Älteren geschlagen wurde und den einen oder anderen blauen Fleck gefangen hatte. Er wollte sich auch nicht mehr im Sport ausziehen, weil er seinen Klassenkameraden seine vielen blauen Flecken nicht zeigen mochte. Deswegen hat er auch oft im Sport gefehlt.

Aus diesen Gründen ist er von einem Hochhaus herunter gesprungen. Nun, als er tot war, trauerten alle um Tim.

Als Elisa in den Blog von Tim schaute, um zu wissen, warum er vom Hochhaus sprang, fand sie eine Botschaft, eher gesagt, eine Nachricht, worin stand:

„Was macht ihr? Wo seid ihr? In der Schule? Draußen? Am Zocken? Während ihr irgendwas unternehmt, brennen die Wälder in Australien ab, das Corona-Virus verbreitet sich, Amerika hat einen Konflikt mit dem Iran, ein wichtiges Mitglied der Lakers ist gestorben bei einem Unfall… Wir haben nicht mal Februar. Wenn das Jahr so anfängt, wie wird es wohl in den anderen Monaten sein?

In den letzten Jahren hat man über die Antarktis geredet, dass sie schmilzt. Warum schmilzt die Antarktis? – Die Ozonschicht wird immer dünner und dünner! Da wir nicht auf die Umwelt achten, sterben die Fische und die anderen Meeresbewohner an unserem Müll. Kein Wunder, wenn die Leute krank werden. Die Menschen denken, glauben, haben Angst, dass Roboter oder Aliens die Weltherrschaft übernehmen. Doch wie wollen sie die Welt übernehmen, wenn es sie bald nicht mehr gibt? Die Menschen haben solche Gedanken. Doch niemand realisiert, dass der größte Feind wir selbst, die Menschen, sind…“

Ein Gedanke zu „Erzählwettbewerb HVB: Katastrophe der Natur

  • 10. März 2020 um 11:38
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    sehr schöne Geschichte
    ich liebe aarish

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