Fr 15. März: Wenn im Schusterjungen ein Zwiebelfisch auftaucht

Druckladen des Gutenberg-Museums bietet zum Internationalen Tag der Druckkunst am Freitag, 15. März „Offene Werkstatt“ an

Mainz. „Frosch“ wird die Anlegemarke für das zu bedruckende
Papier  bei Handdruckpressen genannt, Schusterjunge heißt die erste Zeile eines Absatzes, die alleine in einer neuen Spalte oder auf einer neuen Seite steht, und zum „Zwiebelfisch“ wird ein Buchstabe dann, wenn er sich zwischen Lettern einer anderen Schriftart verirrt.

Diese sprachlichen Kabinettstückchen und viele weitere liebenswerte Besonderheiten des Druckerhandwerks präsentiert der Druckladen, die museumspädagogische Abteilung des Gutenberg-Museums, am Internationalen Tag der Druckkunst am Freitag, 15. März.

Den ganzen Tag über bringt ein knappes Dutzend Mitarbeiter in der „Offenen Werkstatt“ großen und kleinen Besuchern die Geheimnisse der „schwarzen Kunst“ näher. Vorführungen und Mitmachangebote demonstrieren, wie bedeutend, aber auch wie lebendig die künstlerischen Drucktechniken nach wie vor sind, die im vergangenen Jahr sogar in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen wurden.

Werkzeuge und Geräte wie die mehr als 150 Jahre alten Kniehebelpresse über verschiedene Andruckpressen bis zu tragbaren so genannten Drucknudeln, Techniken wie der uralte Reibedruck über  Frottage bis hin zum klassischen Tiegeldruck: Am Internationalen Tag der Druckkunst wird die Geschichte des Druckens in ihrer ganzen Vielfalt nachvollziehbar.

So wird etwa demonstriert, wie man eine Druckmaschine fachmännisch auf das Drucken vorbereitet, oder wie penibel das Papier vor dem Einlegen in die Andruckpresse angeordnet und ausgerichtet werden muss. Schließlich können die Besucher selbst Hand anlegen und unter fachkundiger Anleitung mit Holzlettern oder vorhandenen Vorlagen eigene Drucke anfertigen.

Die „Offene Werkstatt“ im Druckladen des Gutenberg-Museums, Liebfrauenplatz 5 (Eingang Seilergasse), ist am Internationalen Tag der Druckkunst am Freitag, 15. März, geöffnet von 9 bis 17 Uhr. Die Kosten für einen ein- bis zweistündigen Besuch betragen 5/4/3 Euro,  eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Lebendiges Kulturerbe: Im Druckladen des Gutenberg-Museums werden traditionelle Drucktechniken gelebt, gepflegt und vermittelt. (Foto: © Gutenberg-Museum)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.