Die Schulen noch sicherer machen – Arbeitskreis des MTK-Präventionsrats besteht seit zehn Jahren

(jol/mtk) – Um die Sicherheit an Schulen kümmert sich seit genau zehn Jahren ein Arbeitskreis des Präventionsrates Main-Taunus. Wie Erster Kreisbeigeordneter Wolfgang Kollmeier mitteilt, wirken darin Vertreter zahlreicher Institutionen zusammen. Kollmeier, zugleich Schuldezernent, lobt den Arbeitskreis als wichtiges Bindeglied zwischen Schulen, Polizei, Rettungskräften und Feuerwehr: „Durch die enge Zusammenarbeit bis hin zu gemeinsamen Veranstaltungen und Übungen sind unsere Schulen sicherer geworden.“

Der Arbeitskreis „Sicherheit an Schulen“ wurde 2009 in den Präventionsrat aufgenommen. Ihm gehören Vertreter des Kreises und der Polizei an, ebenso des Staatlichen Schulamts, mehrerer Schulen, der Eltern und des Zentrums für Jugendberatung und Suchthilfe. Leiter des Arbeitskreises ist der Geschäftsführer des Präventionsrates und frühere MTK-Polizeidirektor Jürgen Moog.

Der Arbeitskreis soll vor allem die Zusammenarbeit zwischen Schule und Polizei und die Vorbereitung auf Krisen verbessern. Dafür werden so genannten Krisenteams qualifiziert, Unterlagen für Notfälle und Krisen zusammengestellt und Projekte erarbeitet, um die bauliche, technische und organisatorische Sicherheit an Schulen zu fördern.

Unter anderem entwickelte der Arbeitskries mit Unterstützung des Designers Dejan Pavlovic ein Farbleitsystem (FLS), das im Notfall Schülern, Lehrern und Einsatzkräften die Orientierung erleichtern und damit wertvolle Zeit sparen soll – vor allem bei sehr großen Schulkomplexen. Bis auf die Lindenschule in Kriftel, bei der das FLS in Arbeit ist, sind alle Schulen im Main-Taunus-Kreis mit dem Orientierungssystem ausgestattet.

Weitere besondere Projekte waren Veranstaltungen für Eltern und Pädagogen zu Gefahren der neuen Medien, Vermeidung von „Elterntaxis“, Aggression und Gewalt an Halloween, die Radikalisierung von Jugendlichen (Salafismus) und die Lasergravur von Laptops und iPads der Schulen.

Historischer Anlass für die Gründung des Arbeitskreises war der Amoklauf von Winnenden (Baden-Württemberg) gewesen. Der Anregung des damaligen Polizeidirektors Moog, die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Polizei zu verstärken und einen Arbeitskreis Sicherheit an Schulen zu bilden, wurde mit breiter Zustimmung gefolgt.

Bild:  V. r. n. l. den Arbeitskreisleiter Jürgen Moog, Ersten Kreisbeigeordneten Wolfgang Kollmeier, den beim Kreis für das Rettungswesen zuständigen Lars Mackel, den Leiter des Zentrums für Jugendberatung und Suchthilfe Dr. Wolfgang Mazur, den Designer Dejan Pavlovic, den Präventionsrat-Mitgeschäftsführer Peter Nicolay, den MTK-Wohnungsbaukoordinator Harald Lehn, die Leiterin der Albert-Einstein-Schule Anke Horn, die Schulpsychologin Julia Reif, Kriminaldirektor Urban Egert, den Leiter der Heinrich-von-Kleist-Schule Adnan Shaikh, den polizeilichen Jugendkoordinator Sebastian Poppe, den Kreiselternbeiratsvorsitzender Matthias Bormann und das Elternbeiratsmitglied Gerhard Dietrich

Bildnachweis: Präventionsrat des Main-Taunus-Kreises

 

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