Eröffnung der Erdbeersaison im MTK im Zeichen der Corona-Pandemie

(jol/mtk) – „Eine neue Wertschätzung für die heimische Landwirtschaft“: Das ist nach Angaben von Landrat Michael Cyriax einer der Konsequenzen aus der Corona-Krise. Zur offiziellen Eröffnung der Erdbeersaison hatte der Landrat zu einer Präsentation auf dem Hof von Bauer Karl-Heinz Hasenbach und seinem Sohn Sebastian nach Kriftel eingeladen. Mit dabei waren die Erdbeerbauern Berthold Heil (Kriftel), Jürgen Pauly (Hofheim, auch Ortslandwirt) und Reiner Paul (Hofheim).

Wie die Erdbeerbauern berichteten, hält sich die Menge der frühen Erdbeeren wegen diverser Frostnächte noch in Grenzen, das werde sich aber steigern lassen. Als Startpreis gab Hasenbach 3,80 Euro pro Schale an.

Heil und Paul berichteten von einem großen Engagement in der Bevölkerung für die heimischen Erdbeerbauern. Da wegen der Corona-Pandemie mit Quarantänebestimmungen und Einreisehindernissen viele ausländische Erntehelfer nicht gekommen seien, seien teils Bürger aus dem Main-Taunus-Kreis eingesprungen. Heil nennt als Beispiel eine Familie aus Eschborn, Paul berichtet von Schülern des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums in Flörsheim, die in der schulfreien Zeit bei der Ernte mitgeholfen hätten.

Zur Präsentation hatten die Erdbeerbauern unter anderem die Sorte „Korona“ mitgebracht – „gewissermaßen die Frucht der Saison“, so Cyriax.

Die Corona-Zeit habe gezeigt, wie wichtig die heimische Landwirtschaft sei, um die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Während internationale Lieferketten zeitweise unterbrochen gewesen seien, hätten heimische Landwirte die Läden mit regionalen Produkten beliefern können.

Die Erdbeere sei traditionell ein wichtiger Standortfaktor für den Kreis, auch unter Image-Gesichtspunkten. Der Landrat wies auch darauf hin, dass der Kreis aktuell die Hessische Erdbeerkönigin stelle. Antonia I. (bürgerlich: Antonia Göring) kommt aus Wallau; die Studentin ist bis 2022 gewählt.

Bild: Die Erdbeere im Vordergrund

Bildnachweis: Main-Taunus-Kreis

 

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