Fahrrad-Codierung im Main-Taunus-Kreis mit neuem Gerät

(kf/mtk) – Mit einem neuen Codiergerät können ab sofort Fahrräder im Main-Taunus-Kreis registriert werden. Wie Landrat Michael Cyriax mitteilt, wurde ein solches Gerät mit Mitteln des Vereins „Bürger und Polizei für mehr Sicherheit“ und des Präventionsrates Main-Taunus angeschafft. Die Codieraktionen werden von der Polizei kostenlos angeboten. Beim jüngsten Termin in Flörsheim verschaffte sich der Landrat einen Überblick: „Es sind nicht nur Gewaltverbrechen, die Bürgern Sorgen machen. Fahrraddiebstahl gehört zur Alltagskriminalität. Es den Tätern schwer zu machen, ist ein Beitrag für noch mehr Sicherheit.“

Wie Cyriax erläutert, hilft die Codierung dabei, gestohlene Räder wiederzufinden und zweifelsfrei dem richtigen Besitzer zuzuordnen. Diebe versuchten oft, Fahrräder auf Flohmärkten, im Internet oder auch im Ausland zu verkaufen. Das werde durch den Code erschwert. Das neue Gerät sei gegenüber dem Vorgängermodell technisch verbessert und arbeite zum Beispiel viel schneller, nämlich statt fünf Minuten nur zehn Sekunden. Bei einem Termin könnten damit wesentlich mehr Räder gekennzeichnet werden.

Polizeiangaben zufolge wurden im vergangenen Jahren im Main-Taunus-Kreis rund 340 Fahrräder gestohlen. Wie die Geschäftsführer des Präventionsrates, Peter Nicolay und Jürgen Moog, mitteilen, sind dabei für Diebe besonders die teuren E-Bikes von Interesse. Groß sei aber auch das Interesse der Bürger an der Codieraktion: Nach der Ankündigung seien die Termine bei der Aktion in Flörsheim binnen zwei Tagen ausgebucht gewesen, für die nächsten Termine gebe es schon Wartelisten.

Die Codiertermine werden seit zwanzig Jahren etwa dreimal im Jahr angeboten. Bislang wurden nach Angaben des Präventionsrats insgesamt rund 1300 Fahrräder codiert.

Beim Termin in Flörsheim informierte sich auch Bürgermeister Dr. Bernd Blisch über das kostenlose Angebot der Polizei. Im Revier in Flörsheim wird das Codiergerät der neuesten Generation stationiert sein, kann aber auch in anderen Kommunen eingesetzt werden. Die Arbeit selbst übernimmt ein ehemaliger Polizeibeamter ehrenamtlich.

Im Verein „Bürger und Polizei“ sind neben dem Präventionsrat Vertreter des Kreises, seiner Kommunen, der Polizei und der Justiz organisiert.

Näheres zu den Codieraktionen gibt es auf der Internetseite des Präventionsrates unter www.praeventionsrat.de.

Bild: Die Codieraktion in Flörsheim – Landrat Michael Cyriax (rechts) und Jan-Christoph Goldmann beim Codieren eines Fahrrads

Bildnachweis: Matthias Knapp

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