Hochheimer Sekt-Runde: Tradition trifft Überraschungsaromen
(sh) Ein Kreis aus zehn weininteressierten Gästen zwischen 40 und 85 Jahren traf sich kürzlich zu einer genussvollen und erkenntnisreichen Gesprächsrunde in der Tourist-Info & Vinothek Hochheim.
Was zunächst mit in Gruppen angeordneten Stühlen begann, entwickelte sich schnell zu einer lebhaften und offenen Weinrunde, in der sich alteingesessene Hochheimer, neu Zugezogene und Liebhaber Hochheims über ihre Erfahrungen und Perspektiven austauschten.
Lebhafter Sekt-Austausch
Im Mittelpunkt der Veranstaltungsreihe VinoTreff stand diesmal das Thema Sekt — von der Grundlagenfrage des Grundweins über die Unterschiede zwischen brut und extra trocken bis hin zu Begriffen wie bA, QbA und der Sektsteuer.
Die Teilnehmenden versuchten sich gegenseitig an Antworten, ergänzt durch fachkundige Erläuterungen zur Sektherstellung und ihrer besonderen Bedeutung für Hochheim.
Besonders interessant: Alle drei Sekte des Abends stammen aus der Versektung des Weinguts Schreiber, reiften zwölf Monate auf der Hefe (statt der vorgeschriebenen neun) und überzeugten durch klassische Flaschengärung und klare Rebsorten-Charakteristik.
Von Straußwirtschaften bis Weinzukunft
Auch abseits der Gläser ergaben sich anregende Gespräche über die Entwicklung des Weinanbaus in der Region, die Veränderungen in der Weinkultur und den Generationswandel beim Konsum.
Mit Anekdoten zu früheren Straußwirtschaften, Hinweisen auf die Marketingstrategien des Deutschen Weininstituts sowie verschiedenen Sichtweisen zu entalkoholisierten Weinen spannte sich der Bogen von Tradition bis Zukunft.
Highlights der Verkostung
Die Verkostung selbst brachte vielfältige Eindrücke: Der Rieslingsekt vom Weingut Schreiber wurde als Essensbegleiter besonders geschätzt, während der Blanc de Noir vom Weingut Baison als angenehm, aber mit weniger feiner Perlage empfunden wurde.
Für die größte Überraschung sorgte der Goldmuskateller-Sekt vom Weingut Ernst aus Eltville – mit seinen aromatischen Noten und einem harmonischen Restzuckergehalt traf er einhellig den Geschmack der Runde.
In entspannter Atmosphäre entstand so ein breites Spektrum an Themen und Genüssen – ein Abend, der einmal mehr zeigte, wie eng Weinkultur, Austausch und regionale Verbundenheit in Hochheim verwoben sind.
Nächster Termin
Der nächste VinoTreff findet am 10. April ab 17.30 Uhr in der Tourist-Info & Vinothek in Hochheim, Burgeffstraße 30, statt und widmet sich den PiWi-Rebsorten aus dem Rheingau. Alle weiteren Termine und Infos finden Interessierte unter www.hochheim-tourismus.de.
Hintergrundinformationen
Der VinoTreff findet, mit Ausnahme von Feiertagen, am ersten Freitag im Monat statt und ist ein Ort des lockeren Austauschs und des gemeinsamen Genießens. In kleiner Runde von maximal 14 Personen werden in entspannter Atmosphäre drei ausgewählte Weine zu einem monatlich wechselnden Thema verkostet. Zum Probenpreis von 8,50 Euro sind neben 3 x 0,1 l Wein auch Wasser und Salzbrezeln enthalten. Wer mag, darf auch gerne eigene Snacks mitbringen.
Die Vinothek im Erdgeschoss des Hochheimer Rathauses ist an diesen Abenden von 17.30 bis 19.30 Uhr geöffnet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich – einfach vorbeikommen und den Feierabend mit einem guten Glas Rheingauer Wein und spannenden Gesprächen ausklingen lassen.
Am Ostersamstag bleibt die Einrichtung geschlossen.
Fotos: Stadt Hochheim am Main











