Sibel Linz – die neue Einrichtungsleiterin vom EVIM Seniorenzentrum.

(aha) Sibel Linz, geboren in Nürnberg, studierte Diplom-Pflegewirtin (FH) und hat 20 Jahre in Bad Kissingen in Kliniken gearbeitet. Sie hat alle Stufen in Klinik und Pflege von der Schwester über Stations- und Pflegedienstleitung bis zur stellvertretenden Pflegedirektorin mehrerer Kliniken einer privaten Klinikkette  kennengelernt. Zuletzt war sie im (Reha-)Klinik-Bereich mit Schwerpunkt Psychosomatik tätig. Seit dem 1. Juli 2017 ist sie die Einrichtungsleiterin vom Seniorenzentrum in Hochheim.

Wie kommen Sie zur EVIM nach Hochheim

„Per Zufall“, antwortet sie und ergänzt: „Die Stellenanzeige hat mich direkt angesprochen. Und da habe ich gemerkt, nach 20 Jahren mal was Anderes sehen und was Anderes zu machen reizt mich. Vom ersten Telefonat mit Herrn Kadereit war eine gemeinsame Ebene da, er hat mich von EVIM und von der Altenpflege überzeugt. Es war das gleiche Menschenverständnis auf allen Ebenen da. Es geht um das Verständnis, wie man es sich selbst wünscht, im Alter behandelt zu werden.“

Ihre ersten Eindrücke

„Hier sind die Bewohner mittendrin im Leben, mittendrin im Ort. Es leben ja auch viele Hochheimer hier. Dieses – im Herzen Hochheims zu sein – ist wirklich außergewöhnlich.“, nennt sie als Erstes.

„Das Malzcafé und das Internetcafé sind gut genutzte Begegnungsstätten. Am letzten Marktfrühstück, ganz zu Beginn meiner Tätigkeit, war ich begeistert von dem großen Anklang. Die Kollegen berichteten, dass an manchen Terminen bis zu 100 Frühstücksgäste da waren.“, führt sie fort und berichtet weiter:

„Die Integration vom Service-Wohnen für Senioren ist besonders. Es gibt hier im Haus Malzfabrik 3 eigene EVIM-Wohnungen. Zusätzlich gibt es auch vorne im Haus Malzfabrik 1 Wohnungen, die von der Stadt sind und von unserer Koordinatorin Christiane Sallmann betreut werden. Auch dadurch sind wir vernetzt mit der Stadt und deren Bewohnern.“

Christiane Sallmann und Sibel Linz mit der EVIM-Rikscha

„Besonders schön finde ich auch, dass es eine Kooperation mit einem Kindergarten gibt, hier wird unter dem Motto „U7 und Ü70“ gemeinsam musiziert und gesungen. Da kann man immer wieder beobachten, dass Kinder und Senioren auf der Herzensebene miteinander andocken.“, erzählt Frau Linz in gutgelauntem Ton und gerät aber förmlich ins Schwärmen, als sie von den Mitarbeitern erzählt:

„Ich bin begeistert von dem Einsatz der Mitarbeiter, der weit über das Übliche oder Geforderte hinausgeht. Da gibt es so viel Engagement, die das Zusammenleben und Arbeiten mit den Bewohnern und Personal so angenehm machen. Hier sind tolle Kollegen an Bord.“

„Unsere Rikscha ist auch so ein Beispiel. Diese wird momentan für unsere Bewohner etabliert, so dass immer wieder Bewohner eine Fahrt durch Hochheim genießen können. Hierbei werden wir auch von Ehrenamtlichen unterstützt.“

(Anm.: Weiter unten im Artikel finden Sie die kommenden Aktionen des Seniorenzentrums und die Kontaktdaten.)

Was macht Ihre Vorgängerin

„Romina Gabriel hat hier tolle Arbeit geleistet, sie ist jetzt in der Geschäftsstelle in Wiesbaden als Referentin für Qualitätsmanagement weiterhin für EVIM tätig und ist uns somit an verschiedenen Schnittstellen erhalten geblieben.“

Wie sehen Ihre Zukunftspläne für das Zentrum aus

„Erstmal ankommen, kennenlernen, schauen und zuhören. Nichts über das Knie brechen – feinjustieren kann man immer noch. Im Herbst ist ein Zukunftsworkshop mit den Mitarbeitern für das nächste Jahr geplant. Da stellen wir uns Fragen wie: Wo sind Punkte, die wir verändern müssen. Was ist schwierig? Was gibt es für Ideen?“, erläutert sie.

„Wir wollen mit der Zeit gehen, die Bedürfnisse und Einstellungen heute sind anders als vor zwanzig Jahren. Ich lasse mich vom Zukunftsworkshop überraschen und bin gespannt darauf, was für Ideen von den Mitarbeitern so kommen und bin sicher da kommt eine Menge, die sind ja nah dran.“, resümiert Sibel Linz.

Wie ticken Sie

„Mitarbeiter bewegen und begeistern. Für mich steht der Mensch im Fokus – da möchte ich die Mitarbeiter mitnehmen und begeistern – menschliche Führung mit Sinn für Wirtschaftlichkeit gepaart könnte mein Ziel heißen.“, antwortet sie und verdeutlicht: „Ich liebe es Menschen ins Boot zu holen, Alle Menschen, Bewohner und Mitarbeiter.“

Wo sie herkommt, in den Heiligenfeld-Kliniken, gab es eine tierbegleitete Therapie. Die Bewohner konnten Hunde, Katzen und Vögel mitbringen und das wurde in die Therapie eingebaut. Es wurde sogar ein Tierpsychologe eingestellt. Er konnte Tipps für die Pflege und im Umgang mit den Tieren geben. Das war für den Schwerpunkt „Psychosomatik“ sehr hilfreich. Frau Linz kann sich auch vorstellen, dass Tiere bei dem Schwerpunkt „Demenz“, den die EVIM hier hat, oder bei innerem Rückzug hilfreich sind. „Das werden wir vielleicht in unserer Zukunftswerkstatt besprechen, man darf ja nicht vergessen, es gibt auch Menschen, die keine Tiere mögen oder Ängste haben. Das gilt es immer zu berücksichtigen.“, bemerkt sie als Einschränkung.

Umgang mit dem Tod

Sie antwortet: „Vielleicht ist das auch ein Grund, warum ich mich für den Bereich der Altenhilfe entschieden habe. Umgang mit dem Tod ist ein Bereich, den ich bisher noch nicht durchdringen konnte. Der Tod und das Sterben gehören doch zum Leben dazu. Es ist auch immer wieder ein Tabuthema, obwohl es ganz natürlich ist und zum Alltag gehört. Es geht darum den einzelnen Menschen, in Würde zu begleiten.“

Nach kurzem Innehalten ergänzt sie: „Hier bei uns wird respektvoll und wertschätzend auf das gemeinsame Leben zurückgeschaut und den Verstorbenen gedacht. Nicht irgendwie verschwiegen oder heimlich, wie so in manchem Krankenhaus. Wenn jemand verstirbt, wird bei uns neben dem Fotomonitor in einer Trauerecke gedacht. (Anmerkung der Redaktion: Auf dem Bildschirm sind Fotos von Begegnungen im Seniorenzentrum zu sehen. Hier wechseln sich aktuelle Aufnahmen der letzten Veranstaltung wie in einem digitalen Bilderrahmen ab. Mal ist das Porträt einer Bewohnerin zu sehen, dann Angehörige und Bewohner im Gespräch, Mitarbeiter beim Lachen mit Bewohnern, die Pfarrerin oder eine Besuchergruppe.)

Neben den Aufnahmen des Lebens wird auf ein dezent geschmücktes weißes Tischchen eine Kerze gestellt, ein Bild des oder der Verstorbenen und ein Kondolenzbuch ausgelegt. Das Ziel ist, den Tod neben das Leben zu stellen, als etwas Natürliches. Wir wollen die positiven Momente reflektieren und auch dem friedlichen und erlösenden Aspekt am Sterben würdevoll und ganz zentral Raum geben.“

Zur PERSON

Sibel Linz strahlt Freundlichkeit und Fröhlichkeit aus und wenn es zu Fach- und Führungsthemen kommt, ist die Begeisterung, mit der sie bei der Sache ist, zu spüren. Sie ist verheiratet und hat einen 13-jährigen Sohn.

Ihr Arbeitsplatz

Ihr Büro ist mittendrin. Es ist direkt neben dem Malzcafé, dort wo es sehr lebendig ist. Hier wird geredet und gelacht. Das quirlige Treiben des Cafés dringt in ihr helles Büro mit den großen Fenstern zum Innenhof. Der kleine Besprechungstisch an der Wand ist wie in einer Wohnung gedeckt. Die Tischdecke, die durchsichtigen Gardinen und das eine oder andere Detail strahlen etwas Gemütliches, Privates aus. Der Blick auf den Schreibtisch voll mit Akten und Papieren zeigt, dass hier auch viel Büroarbeit zu tun ist. Ein kleiner Karton steht auf dem Boden und wartet darauf ausgepackt zu werden. An der Wand hängen schon ein paar persönliche Bilder. Das Foto vom Musical „Cats“ ist ein Erinnerungsstück an ein früheres Team. Frau Linz hat mit allen Pflegemitarbeitern zusammen das Musical originalgetreu einstudiert und und Kostüme gestaltet. Es war nach innen für den Teamzusammenhalt, wie nach außen für die Zuschauer sicherlich ein großer Erfolg. Nur wer von den ganzen Katzen Frau Linz ist, ist wirklich schwer zu erkennen. (Anm. der Redaktion: Unten rechts).

Noch zwei Schlussworte, Frau Linz

„Die Begegnungen mit Menschen, machen das Leben für mich lebenswert und es macht Spaß hier in Hochheim!“, antwortet sie.


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Aktionen der EVIM:

„Aus-Zeit“ für pflegende Angehörige

Immer Montag und Donnerstag von 14-18 Uhr

Ein Familienmitglied mit Demenz zu pflegen, bedeutet körperliche und besonders auch seelische und geistige Schwerstarbeit. Zögern Sie deshalb nicht, Hilfe anzunehmen. Wenn Sie mehr über dieses Angebot und die Finanzierungsmöglichkeiten durch die Pflegekasse erfahren möchten, sprechen Sie einfach Christiane Sallmann oder Sibel Linz von der EVIM an.

Spendenkonto zur Unterstützung der „Aus-Zeit“

IBAN: DE37 55020500 0004601000

BIC: BFSWDE33MNZ

Bankname: Bank für Sozialwirtschaft

Kennwort: Auszeit

Internetcafé (in Kooperation mit der Stadt)

Immer Mittwoch, Freitag, Sonntag von 15-17 Uhr

Verbleibende Aktionsfreitage in 2017

Fr 04. 08.2017 Stadtführung mit Vortrag – Frau Umstätter

Fr 15.09.2017 Jubiläum: 10 Jahre Malzcafé

Fr 24.11.2017 Plätzchensurfen – Backen im Internetcafé

Verbleibende Marktfrühstücke im „Malzcafé in 2017

Sa 07.10.2017 – Herbst

Sa 09.12.2017 – Winter

Frühstücksbuffet mit warmen Angeboten der Saison inkl. Kaffee/Tee und Saft 8,99 €. (Das Glas Sekt zum Frühstück kostet nur 2,00 €)

 Altenhilfe

Seniorenzentrum Hochheim

Alte Malzfabrik 3

Tel.: 06146-82770

Seniorenzentrum-hochheim@evim.de

www.evim-altenhilfe.de

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