Feuerwehren aus Hochheim und Massenheim am Montagabend gefordert
– Alarmübung testet Hilfsfristen unter realistischen Bedingungen
Hochheim – Am Montagabend lösten die Funkalarmempfänger mit dem Stichwort „F2 – Feuer im Gebäude“ aus. Die Leitstelle bestätigte bei der ersten Rücksprache ein Feuer in dem Bürokomplex am östlichen ende der Rüdesheimer Straße. Beim Eintreffen an der Einsatzstelle zeigte sich: Es handelt sich um eine Alarmübung. 
Im zweiten Obergeschoss des Bürogebäudes wurde mit Übungsrauch und einer besonderen Beleuchtung ein Feuer, das sich im zweiten Obergeschoss auf mehrere Räume ausgedehnt hatte, simuliert. Zwei Personen galten als vermisst.
Die Einsatzkräfte agierten wie im Ernstfall, wobei der simulierte Rauch die Sicht stark einschränkte. Der Löschzug war in kürzester Zeit vollständig vor Ort. Zum Einsatz kamen das StLF (Staffel Löschfahrzeug) für die Menschenrettung und den ersten Löschangriff, das LF16 (Löschgruppenfahrzeug 16) sowie das LF10 aus Massenheim für weitere Lösch- und Rettungsaufgaben. Die DLK (Drehleiter mit Korb) sicherte die Rettung aus dem Gebäude, während der GW-N (Gerätewagen Nachschub) Material für den Hygieneplatz bereitstellte. Die Koordination übernahm der ELW1 (Einsatzleitwagen 1).
Innerhalb von 45 Minuten wurden die Vermissten (lebensgroße und eben so schwere Übungspuppen) unter Atemschutz gefunden und geretten. Parallel wurde ein Löschangriff gestartet und das Feuer gelöscht. Doch die Übung endete damit noch nicht. Da die Gesundheit der Einsatzkräfte stets im Fokus steht, wurde der Einsatz des Hygieneplatzes unter diesen realistischen Bedingungen – insbesondere im zeitlichen Ablauf – geübt.
Alarmübungen finden in unregelmäßigen Abständen statt, um die Einsatzkräfte auch in selteneren Szenarien unter realistischen Bedingungen zu trainieren und die Einhaltung der Hilfsfristen zu überprüfen. Die Übung verlief trotz kleiner Verbesserungsmöglichkeiten erfolgreich und zeigte, dass die Feuerwehren aus Hochheim und Massenheim gut auf Einsätze dieser Art vorbereitet sind.
Ein besonderer Dank gilt den Firmen Scantum DW GmbH und Goldbeck, die durch Bereitstellung des Betriebsgeländes diese realitätsnahe Übung ermöglicht haben.

Wer die Feuerwehr und ihre Arbeit näher kennenlernen möchte, hat in der nächsten Woche dazu eine gute Gelegenheit: Am Samstag findet das Sommernachtsfest statt. Am Sonntag öffnet die Feuerwehr ihre Türen für alle Interessierten mit einer Fahrzeug-Ausstellung und einer Schauübung. Beide Veranstaltungen sind ideal, um in persönlichen Austausch mit den ehrenamtlichen Einsatzkräften zu treten und einen Einblick in die vielfältigen und spannenden Aufgaben der Feuerwehr zu erhalten.
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Bilder:
Bild_1: über den ELW1 wurde der Übungseinsatz koordiniert / geleitet.
Bild_2: Verrauchter Raum mit Übungs-Puppe und Feuer-Simulation
Bild_3: Draufsicht auf die Fahrzeugaufstellung
Bild_4: Ein Angriffstrupp im Innenangriff
Bild_5: Übungsobjekt von Außen












