Interview mit Lyn Gramenz

(aha) Zum Frühlingsauftakt haben wir mit Lyn Gramenz, der Geschäftsleitung von Gramenz GaLaBau in Wiesbaden-Nordenstadt, gesprochen. Auch wenn das Wetter an diesem Morgen nicht ganz mitspielte und die Aufnahmen daher aus dem Archiv stammen, vermitteln sie eindrucksvoll die besondere Atmosphäre des Unternehmens: eine von vertikalem Grün geprägte Eingangshalle, die den Blick in den Ideengarten öffnet und wie ein Tor in eine andere, lebenswertere Welt wirkt. Die geschützten Sitzplätze laden zum Verweilen ein — mitten im Raum und doch mit unmittelbarem Bezug nach draußen.
Lyn Gramenz begegnete uns von Beginn an mit großer Offenheit und Herzlichkeit. Sie berichtete, dass sie selbst früher für die Wiesbadener Zeitung tätig war und der Pressearbeit stets aufgeschlossen gegenüberstand. Schnell entwickelte sich ein anregendes Gespräch, in dessen Verlauf sie auch ihre Anerkennung dafür äußerte, dass das Weinstadtjournal ehrenamtlich arbeitet und mit rund 10.000 Stammleserinnen und -lesern Informationen aus Flörsheim, Hochheim und der Region vermittelt.
So führte das Gespräch beinahe von selbst vom Garten zur Unternehmensgeschichte, zu heutigen Entwicklungen sowie zu Zukunftsfragen, Strategie und den Herausforderungen, denen sich Gramenz GaLaBau stellt. Wie das Unternehmen diesen begegnet und welche Perspektiven es sich für die kommenden Jahre setzt, lesen Sie im folgenden Interview sowie unter www.gramenz-galabau.de.
Hier ihre Antworten:::
Wir haben festgestellt, dass gerade das Thema Nachhaltigkeit im Zusammenspiel mit der Elektromobilität von den jungen Menschen positiv wahrgenommen wird. Die jungen Erwachsenen, die sich für den Garten- und Landschaftsbau interessieren, haben insgesamt einen immer stärkeren Fokus auf Nachhaltigkeitsthemen.
Sie möchten gerne ihren Teil zu einer nachhaltigen grünen Zukunft beitragen, teilweise ist das sogar deren Motivation sich für einen Beruf in unserer Branche zu entscheiden.
Wenn man sich da als Unternehmen und als Arbeitgeber klar positionieren kann und zeigen kann, dass man das Thema ernsthaft verfolgt, hat man einen großen Vorteil bei der Nachwuchsgewinnung.
Ich glaube, dass es wichtig ist, dass man als Unternehmen zeigt, wie wichtig die eigene Branche für alle damit einhergehenden Themen ist und es ist entsprechend folgerichtig hier auch aktiv „grün“ zu sein. Dieses Bewusstsein geht aber über die Elektromobiltät, Holzhackschnitzel und Sonnenenergie hinaus, es hat etwas damit zu tun, wie wir denken und wie wir schonend mit wichtigen Ressourcen umgehen.
Deshalb ist es schön, dem Nachwuchs zeigen zu können, dass in diesem Berufsfeld wirklich etwas zu bewegen ist. Ehrlicherweise muss man aber auch sagen, dass die Baubranche hier noch viel tun muss, auch wir. Es sind sicherlich viele kleine Schritte, die jeder bei sich umsetzen kann.
Wir haben unsere Ziele 2023 in einem freiwilligen Nachhaltigkeitsbericht festgelegt und versuchen diese langfristig umzusetzen.
Die Digitalisierung hat in den letzten Jahren viele Prozesse beschleunigt und einfacher gemacht, aber der Mangel an Fachkräften ist geblieben. Auch KI wird sicherlich Einfluss auf den Fachkräftemangel nehmen. Wie genau ist im Moment noch eher Spekulation.
Aber hier liegen sicherlich auch große Chancen, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Gleichzeitig werden vielleicht neue Arbeitsplätze entstehen, die neue Fähigkeiten erfordern. Das bleibt auf jeden Fall spannend.
Team und Kultur
Vom Bauleiter bis zum Azubi ist da für jeden etwas dabei. Ich denke, das ist der richtige Weg, um zukünftig weiter gut aufgestellt zu sein. Wir haben darüber hinaus eine Vielzahl von Dingen, die wir unseren Mitarbeitern anbieten.
Eine leistungsgerechte Entlohnung und eine betriebliche Altersvorsorge gibt es natürlich auch. Wir bieten darüber hinaus aber auch Gesundheitskurse und das Job Rad. Am Ende des Tages ist es aber, so glaube ich, unser familiäres Umfeld und Miteinander, das uns als Arbeitgeber ausmacht.
Ideengarten und Events
Als regionales Unternehmen freuen wir uns darüber, dass wir Musikern, Autoren und anderen Künstlern unser Gelände als Bühne für Ihre Auftritte zur Verfügung stellen können. Wir bekommen immer wieder die Rückmeldung, dass die Location, die wir hier haben schon ganz besonders ist und wir freuen uns natürlich, dass unsere Veranstaltungen so gut angenommen werden.
Dieses Jahr bieten wir in Kooperation mit einer Schwimmlehrerin sogar Schwimmkurse an. Das ist uns als Poolbauer ein persönliches Anliegen, denn immer weniger Kinder in Deutschland können schwimmen, was eine große Gefahr darstellt. Wir stellen, den Garten auch anderen Firmen und Einrichtungen für Tagungen zur Verfügung.
Sie sehen also wir versuchen den Garten mit unterschiedlichen Menschen und unterschiedlichen Zwecken zu füllen, denn so gehen wir auch geschäftlich an ein Projekt heran: Die Möglichkeiten einen Garten zu nutzen sind vielfältig und ein Garten muss immer individuell zu den Bedürfnissen und dem Nutzungszweck des Kunden passen. Wir planen, bauen und pflegen Außenanlagen genau nach diesem Prinzip und so machen wir es auch mit dem Ideengarten.
:::wsj: Vielen Dank, liebe Frau Gramenz für die offenen Worte und die Zeit, die Sie sich für unsere Leserinnen und Leser genommen haben und für die Fotos die Sie uns zur Verfügung stellen.















