Schulanfänger sind auch Verkehrsanfänger
(sh) Nach sechs Wochen Ferien geht es am 10. August für die Schülerinnen und Schüler in Hochheim wieder los und für manche beginnt ein aufregender Start ins erste Schuljahr.
Hierfür kann der städtische Kinderstadtplan eine gute Unterstützung darstellen. Dieser wurde zuletzt 2025 unter Beteiligung vieler Institutionen, Eltern und Behörden aktualisiert und angepasst. So finden sich neu z.B. auch erstmals Radwege darin. Den Kinderstadtplan finden Schüler und Eltern wie immer auf der städtischen Interenetseite oder als gedrucktes Exemplar im Rathaus.
„Schulanfänger sind immer auch Verkehrsanfänger“, betonte Bürgermeister Dirk Westedt. Für alle Verkehrsteilnehmer bedeutet dies, dass wieder besonders achtsam gefahren und geparkt werden muss, da insbesondere morgens und zur Mittagszeit wieder zahlreiche Kinder im Straßenverkehr unterwegs sind.
Gerade jüngere Kinder gehören zu den „schwächsten“ Verkehrsteilnehmern und können Gefahren, Geschwindigkeiten und komplexe Verkehrssituationen noch nicht richtig einschätzen. Dies liegt unter anderem daran, dass Kinder ihre Umgebung anders wahrnehmen als Erwachsene und aufgrund ihrer geringen Körpergröße auch weniger Überblick über die gesamte Verkehrssituation haben.
Sie werden zwischen parkenden Autos oft nur schlecht gesehen und manche Kinder sind beim Betreten der Straße spontan und leicht ablenkbar. Zudem gehen sie leider oft davon aus, „wenn ich das Auto sehe, sieht es mich auch“, so Westedt. Vorsicht ist insbesondere auch an den Bushaltestellen geboten, wenn Kinder vor dem Einsteigen oder nach dem Aussteigen spontan die Straße überqueren.
Die Stadt macht auf besonders wichtige Stellen zusätzlich durch Transparente und Plakate auf den Schulbeginn aufmerksam. Im Rahmen der Öffentlichkeitskampagne werden an ausgewählten Stellen Plakate aufgehängt, um die Fahrzeugführer auf die Schulwegesituation aufmerksam zu machen.
Elterntaxi
Die Stadt Hochheim bittet wie jedes Jahr alle Eltern ausdrücklich darum, nach Möglichkeit die Kinder nicht mit dem Auto zur Schule zu bringen. „Gehen Sie nach Möglichkeit die Strecke gemeinsam zu Fuß, zum Beispiel auch gemeinsam mit anderen Eltern und Schülern. Dies stärkt auch das Risikobewusstsein und Verständnis für das Verhalten im Straßenverkehr“, sagte Westedt.
Falls nicht die Möglichkeit besteht, auf das Auto zu verzichten, wird um rücksichtsvolles und mit der Geschwindigkeit angepasstes Fahrverhalten gebeten. Es empfiehlt sich, einen ordnungsgemäßen Parkplatz im erweiterten Umfeld zu suchen und das restliche Stück gemeinsam zu laufen.
Es wird ausdrücklich davon abgeraten, die Kinder mit dem Auto bis vor die Schule zu fahren, hierdurch kommt es immer wieder zu stressigen und auch gefährlichen Situationen.
Das Ordnungsamt weist darauf hin, dass im August und September verstärkt rund um die Schulen kontrolliert wird.
Bild von Skyler H.










