Hochheim wills wissen: Wohin soll die Reise gehen?

(HGV) Es ist nicht zu übersehen. Der Einzelhandel in der Innenstadt leidet. Schaufenster bleiben leer. Alteingesessene Geschäfte müssen aufgeben oder die Betreiber hören aus Altersgründen auf. Die meisten Kinder und Enkel haben kein Interesse an der Übernahme der Geschäfte und der damit verbundenen vielen Arbeit für vergleichsweise wenig Geld. Aus wirtschaftlichen Gründen werden Ladengeschäfte in Wohnraum umgewandelt.

Das gilt nicht nur für Hochheim am Main. Das könnte für jede Klein- oder Mittelstadt gelten. Und das betrifft nicht nur Städte in Deutschland, sondern auch Städte in ganz Mitteleuropa.

Die Stadt hat sich verändert. Nicht erst jetzt; sie hat sich schon immer verändert. Vom Marktplatz mit Handwerkerhöfen und Wirtshäusern über Läden mit der klassischen Türglockedahinter die hohen Theken von Bäcker, Metzger oder „Tante Emma“. Dann sind unterschiedlichste Einzelhandelsgeschäfte mit hell beleuchteten Schaufenstern gekommen. Heute gibt es auch schon das Shoppen per Smart-Phone am WLAN Punkt bei einem leckeren Latte Macchiato oder einem Eisbecher mit bunten Schirmchen.

Hochheim hat glücklicherweise noch eine Innenstadt, als Treffpunkt für einen Plausch vor oder nach dem Arztbesuch oder dem Friseur oder auf einen Wein in einer der beliebten Straußwirtschaften. Aber das reicht oft nicht mehr für den Einzelhandel. Jeder Laden der schließt schmerzt und nimmt der Innenstadt ein Stück der Lebendigkeit.

Eingekauft wird ja trotzdem, nur woanders, was jeder an den langen Schlangen in den Supermärkten und den umherflitzenden Paketdiensten sehen kann. Wie können wir den Einzelhandel beleben? Oder sind wir schon längst eine Schlafstadt geworden, in der wir vor allem Erholung suchen?

Wohin soll die Reise gehen, wenn der Handel nicht mehr die treibende Kraft im Zentrum ist? Wie wollen wir unsere Innenstadt? Was steigert die Lebensqualität und Attraktivität der Innenstadt als Einkaufs- und Verweilort?

Diesen Fragen möchte der Arbeitskreis Innenstadt unter dem Vorsitz des Bürgermeisters mit Vertretern der Stadtverwaltung, der Stadtverordneten und des Handwerker- und Gewerbevereins (HGV) auf den Grund gehen. Dafür wurde die Umfrage „Hochheim wills wissen“ gestaltet. Der Arbeitskreis Innenstadt möchte wissen, was die Bürgerinnen und Bürger wollen, was sie nicht missen wollen, was sie stört und welche Ideen sie für die Stadtentwicklung im Allgemeinen und insbesondere für die Innenstadt haben.

Um eine breite Information und eine hohe Teilnehmerzahl in möglichst vielen Altersschichten zu erhalten, kann der Fragebogen wahlweise online oder auf Papier ausgefüllt werden. Die Antworten der Umfrage fließen in die konzeptionellen Überlegungen zur zukünftigen Gestaltung und Einzelhandelsentwicklung der Hochheimer Innenstadt ein.

Die Ergebnisse der Umfrage werden in der Hochheimer Zeitung und auf www.weinstadtjournal.de veröffentlicht. Themenbereiche zu bestimmten Entwicklungen werden danach in moderierten öffentlichen Veranstaltungenvorgestellt, analysiert und im Idealfall zu gemeinsamen Vorschlägen oder Wünschen formuliert. Der Arbeitskreis Innenstadt wird dann versuchen diese Anregungen im Rahmen des Möglichen umzusetzen.

Um eine breite Basis zu erhalten und damit die Meinung möglichst vieler Menschen vertreten ist, bittet der Arbeitskreis Innenstadt um viele Antworten, Ideen und Meinungen.

Der Fragebogen ist im vorübergehenden Rathaus, Königsberger Ring 2-8, 65239 Hochheim am Main, deBürgerbüros in Hochheim und Massenheim, der Stadtbücherei, der Geschäftsstelle der Hochheimer Zeitung, der Buchhandlung Eulenspiegel und in allen Filialen der Bäckerei Preis zu erhalten. Dort können die ausgefüllten Umfragen auch wieder abgegeben werden.

Die Online-Umfrage ist unter https://buergerumfrage.survey.fm/hochheim zu finden.

Der Arbeitskreis Innenstadt freut sich über jeden einzelnen ausgefüllten Fragebogen. Hier können alle, denen etwas an Hochheim liegt ihre Meinung sagen.

 

 

 

Beitragsbild: Luftbild von Hochheim: Copyright und Luftbildfreigabe Sinus Eventtechnik GmbH, Dreieichstraße 6, 64546 Mörfelden-Walldorf, Tel.: 06105 977690, www.sinus.de, E-Mail: info@sinus.de

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