Fazit zum Jubiläumsweinfest

Das 70. Weinfest ist Geschichte. Wie zufrieden sind Sie?

Antworten von Thomas Pokoyski, Leiter Feste, Märkte und Veranstaltungen, Martin Mitter, Vorsitzender des Hochheimer Weinbauvereins und Rolf Schregel, Betriebsleiter des Weingut Künstler und dieses Jahr zum ersten Mal mit einen Stand in den Weinbergen.

Friedlich geblieben
„Ich bin immer dann zufrieden, wenn es friedlich geblieben ist. Zwei Schlägereien und zwei Einbrüche in Stände gab es. Das ist natürlich nicht schön. Wir tun vieles, um so etwas zu vermeiden!“, antwortet Thomas Pokoyski und ergänzt: „Im Verhältnis zu den hohen Besucherzahlen sind dies nicht viele Vorfälle, aber natürlich ist jeder einzelne Vorfall nicht nur für die Betroffenen sehr ärgerlich!“

Blick vom Weinegg in die Kirchstraße

Insgesamt 65.000 BesucherInnen
„Wir hatten ein paar tausend Gäste mehr als letztes Jahr. Diesmal waren es ca. 65.000 Gäste. Der Freitag war wegen des Regens mit 10.000 deutlich schwächer als letztes Jahr, da waren es 19.000. Der Samstag lag mit 23.000 Gästen in etwa gleichauf wie letztes Jahr, aber Sonntag mit 20.000 und Montag mit 12.000 waren dann deutlich besser als letztes Jahr. Dies ist aber auch die Größenordnung, auf die wir uns einpendeln wollen.“, erläutert Pokoyski und resümiert: „Das Weinfest hat jetzt, meiner Ansicht nach, die Ausdehnung erreicht und die Angebotspalette gefunden, die ausgewogen und für die Stadt gut annehmbar sind.“

Zufriedene Standbetreiber
„Wenn die Standbetreiber zufrieden sind, spricht sich das rum und das ist gut für uns. Der Allgäuer Käsestand, der Pommes Stand am Plan und der kleine Crêpe Stand in den Weinbergen waren – AUSVERKAUFT. Das haben die noch nie erlebt. Und das war am Montag um 18 Uhr. Ärgerlich für die Gäste – Schön für die Standbetreiber!“

In den Weinbergen unterhalb der Backeswied

Atmosphäre in den Weinbergen und der Altstadt
„Letztes Jahr sind viele wegen der Hitze in die Weinberge abgewandert. Dieses Jahr sind mehr in der Altstadt geblieben. Aber das ist ja das Hochheimer Weinfest: Die Gäste können die Altstadtatmosphäre zwischen den Fachwerkhäusern oder die Weinbergsatmosphäre im Freien genießen. Wo gibt es das schon?“, meint Pokoyski.

Schön war’s
Martin Mitter der frischgebackene neue Vorsitzende des Hochheimer Weinbauvereins meint: „Es war ein gutes Weinfest. Soweit ich gehört habe, waren alle Winzer zufrieden! Schon der Anfang war, trotz des Regens stimmungsvoll. Sonst habe ich die Eröffnung immer von unserem Stand zugeschaut. Jetzt habe ich meine erste Rede auf der Bühne, auf Deutsch und Englisch gehalten und zur Freude der Zuschauer das „Hochheimer Lied“ angestimmt.“, und fügt erklärend dazu: „Das Lied hatte ich in der Fastnacht schon mal geübt.“

Weiterhin erinnert sich Martin Mitter begeistert: „Der Kälberplatz war mal wieder so richtig voll, die „Band Namens Wanda“ hat eine riesen Show gemacht, das hat die Leute angelockt und mitgerissen. Es war ein Top Samstagabend. Da merkt man mal wieder, die Musik und die Künstler spielen eine enorme Rolle!“

Guter Sound und angemessene Lautstärke
Pokoyski schätzt: „Das neue Konzept, dass wir auf den Bühnen eine angemessene Lautstärke, aber auch eine hohe Klangqualität gefordert haben, ist gut angekommen!“, ist Pokoyski überzeugt und führt als Beispiel an: „Mitten im Konzert am Kälberplatz, konnte ich mich noch mit Martin Mitter über die Qualität der Band unterhalten. Das galt für alle Bühnen, die wir verantwortet haben. Wir hatten extra eigene Soundtechniker engagiert.“

„Aber auch die anderen rein privat organisierten Bühnen, wie Lions Club und Weinegg haben hervorragende Arbeit geleistet, Top Musiker und Supersound!“, lobt Pokoyski die Bühnen in der Kirchstraße.

Ein ganz besonderer Grund zur Freude
„Die Altstadtbewohner, ohne die so ein stimmungsvolles Fest gar nicht machbar wäre, haben gemerkt, dass wir ihre Anliegen ernst nehmen. Das neue Bühnenkonzept mit Lautstärke- und Soundeinstellung ist bei ihnen gut angekommen. Ein Bewohner, der sich letztes Jahr noch deutlich beschwert hatte, hat sich dieses Jahr unaufgefordert dafür bedankt! Dass hat mich wirklich sehr gefreut!“ strahlt Pokoyski.

Am Künstler-Eck gibt’s auch mal keine Musik
„Der neue Rundweg durch die Weinberge ist gut angekommen. Wir sind sehr zufrieden!“, sagt Rolf Schregel der Betriebsleiter des Weingut Künstler, und lobt die Zusammenarbeit mit Herrn Pokoyski und Frau Bergmann. „Die waren sehr engagiert. Schnell hing da die Lichterkette und der Weg war so ausgeschildert, dass wir wahrgenommen wurden damit die, die sich nicht so gut auskennen, auch den neuen Weg zu uns finden konnten.“

Blick vom Anfang Herrnbachpfad zur Kirche

Das Weingut Künstler war dieses Jahr zum ersten Mal mit einem Stand in den Weinbergen präsent. An der Ecke Stielweg zum Herrnbachpfad hat man eine wunderbare Aussicht auf Mainz und es ist ein gemütlicher Platz zum Verweilen.

Rolf Schregel verspricht: „Es hat uns so gut gefallen, dass wir schon jetzt beschlossen haben, wir kommen wieder! Man kann den schönen Ort bei einen Glas Wein genießen. Wir haben bewusst auf Musik verzichtet, damit man sich unterhalten kann. Das soll auch so bleiben. Mit ein oder zwei Ständen auf der Strecke kann die Lücke zu den nächsten Ständen gut geschlossen werden. Da sind die Organisatoren sehr zuversichtlich. Sicher findet sich noch ein Essenstand und ein Weinstand an dem schönen Rundweg durch die Weinberge.“

Der ganz besondere Moment
„In Absprache mit der Festleitung und der Feuerwehr haben wir sternförmig Sitzgarnituren um den Baum in der Mitte des Kälberplatzes aufgestellt! Und als die Weinmajestäten im offenen Cabrio zum Frühschoppen vorfuhren, war der Platz voll!“ freut sich Martin Mitter und Thomas Pokoyski ergänzt: „Das Bild war toll! Ein Frühschoppen wie er sein soll!“

Außer den Toiletten in den Weinbergen ist’s gut gewesen
„Auch der Familientag mit dem Vergnügungspark an der Malzfabrik ist sehr gut angenommen worden“, fasst Pokoyski zusammen, nicht ohne einen Verbesserungspunkt gleich selbst zu nennen: „Die Toilettensituation in den Weinbergen und in der Aichgasse müssen wir für das nächste Jahr verbessern, Dixie-Klo’s haben halt auch ihre Grenzen, aber es gibt Lösungen, die wir fürs nächste Jahr einrichten müssen.“


 

Habt Ihr noch gute Bilder vom Jubiläumsweinfest? Bitte schickt mir Euer bestes Bild vom 70. Hochheimer Weinfest: aha@weinstadtjournal.de Die besten Bilder werden veröffentlicht.

Die Einsender der besten drei Bilder, erhalten jeweils zwei Freikarten für das Konzert am 02.08.19 um
19 Uhr im Rahmen des Rheingau Musikfestivals im Weingut Künstler.

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