Großes Interesse und breite Zustimmung zu „Hochheim wills wissen“

(aha) Dienstagabend im Gemeindesaal der evangelischen Kirche fand das 1. Bürgerforum anlässlich der Umfrage „Hochheim wills wissen“ statt.

Mit dem Thema „Verschönerung der Innenstadt“, hat der Arbeitskreis Innenstadt sicher den unverfänglichsten Themenbereich an die erste Stelle der drei geplanten Foren zur Information und Einbindung der Hochheimer Bürger*innen gewählt. Der Gemeindesaal war mit ca. 120 Interessierten gut gefüllt.

VERANSTALTUNGEN
Das Thema „Veranstaltungen“ wird schon mehr polarisieren zwischen den Interessen derer, die die Innenstadt mit Veranstaltungen beleben wollen und der anderen die die ‚Ruhe’ der Innenstadt erhalten wollen. Bürgerforum II „Veranstaltungen in der Innenstadt“ am
Dienstag, 14. Januar 2020 um 19.30 Uhr.

VERKEHR
Schließlich werden sehr unterschiedliche Ansichten zum Thema „Verkehr“ Mitte Februar 2020 erwartet. Schon die Ergebnisse der Bürgerumfrage, die auch hier interessante Einblicke in unterschiedliche Bedürfnisse liefern, lassen erahnen, dass es nicht möglich sein wird die sehr unterschiedlichen Ansprüche und Wünsche unter einen Hut zu bringen.

Die Fußgänger möchten die Altstadt komplett autofrei – die Anwohner wollen die Altstadt für den Durchgangsverkehr sperren. Viele Autofahrer meiden die Innenstadt, weil sie keine Parkplätze finden und regen sich über die Fahrradfahrer auf, die entgegen der Einbahnstraßen fahren dürfen – die Fahrradfahrer schätzen genau dies, dass Fahrradfahrer mal bevorzugt behandelt werden und Autofahrer zur Rücksicht gezwungen sind, aber bemängeln, dass es keine „richtigen“ Fahrradständer gibt. Aber allen ist eines gemein sie wollen ein schlüssiges Verkehrskonzept für die Hochheimer Innenstadt. Bürgerforum III „Verkehr und Verkehrsanbindung“ der Hochheimer Innenstadt am
Dienstag, 11. Februar 2020 um 19.30 Uhr.

VERSCHÖNERUNG
Nach der Begrüßung der Gäste durch den Bürgermeister Dirk Westedt und der Stadtverordnetenvorsteherin Claudia Weltin gaben die Verantwortlichen der Bürgerumfrage einen kurzen Einblick in das Gesamtergebnis der Bürgerumfrage.

Hochheim liegt den Bürgern am Herzen
Hier stellten Sie zuerst die hohe Teilnahmequote von ca. 10% der Hochheimer Bevölkerung heraus (normalerweise sind das 1-5%). Dies bedeutet Hochheim ist eine Stadt mit einer interessierten und aktiven Bürgerschaft denen die Entwicklung von Hochheim am Herzen liegt.

Ergänzend passte dazu die hohe Identifikation und Zufriedenheit der Bürger mit Hochheim. Laut Umfrage sind 76% mit Hochheim zufrieden. Das es beileibe nicht alle Bürgergruppen sind und das nicht für alles in Hochheim gilt untermauerten die nächsten Folien.

Schließlich wurde die Begründung geliefert, warum der Themenbereich Verschönerung mit dem Thema „Grün und Gestaltung“ neben den Kernthemen, Belebung der Innenstadt und Verkehrskonzept von den Bürgern ein eigenes Forum erhalten hat.

Die Kritikpunkte der Bürger haben die Stadtverantwortlichen nicht überrascht, aber die Ideen und Vorschläge sind wohlmeinend von den Fachleuten aufgenommen worden und werden im Arbeitskreis Innenstadt weiter vertieft. Die ca. 120 anwesenden Gäste bedankten sich mit spontanen Applaus für Analyse der Bürgerumfrage.

Stadt informierte über Grün und Gestaltung
Die Stadt informierte über Stand der Planungen in verschiedenen Projekten wie Berliner Platz, Weihergelände, Bänke in der Altstadt, etc. 

Vieles der angesprochenen Kritik der Bürger – steht bereits auf der Agenda der Stadtverwaltung oder wird im Stadtparlament(der Stadtverordnetenversammlung) diskutiert und vorbereitet. Bürgermeister Westedt nutzte die Gelegenheit Projektplanungen und Schwierigkeiten in der Umsetzung zum Beispiel bei der Mehrfach-Nutzung des Weihergeländes zur Erholung und als Marktgelände zu verdeutlichen und ließ es sich nicht nehmen immer auf die Kosten hinzuweisen.

Er erläuterte auch warum es in Hochheim relativ schwierig ist Straßenbäume zu pflanzen: Es liegen einfach eine Menge Versorgungsleitungen unter den Gehsteigen. Und direkt auf den Leitungen darf kein Baum gepflanzt werden.

Wer als Eigentümer einen Baum (oder einen Rosenstrauch) auf der Straße vor seinem Haus pflanzen möchte, kann sich an Herrn Kocher von der Stadt wenden. Er prüft dann ob keine Leitungen unter dem Gehweg liegen, die ein Wachstum verhindern oder für eine eventuelle Reparatur freizuhalten sind. Der Landschaftsarchitekt hat sein Büro in der Leuchter Villa in der Burgeffstraße 15 gegenüber dem Rathaus.
christian.kocher@hochheim.de

Muntere Fragerunde
Die anschließende Fragerunde begann mit der Erkundigung nach den fehlenden öffentlichen Toiletten. Bürgermeister Westedt erklärte, dass da noch Hausaufgaben zu machen sind, insbesondere in der Information, denn es gibt fünf öffentliche Toiletten: Am Bahnhof – An der alten Malzfabrik – auf beiden Friedhöfen und im Hallenbad). Er versprach die Aktion ‚nette Toilette’ gemeinsam mit Hochheimer Ladenbesitzern wieder zu beleben.

Bürger gießen Bäume
Die Stadt hat die Bitte an die Bürger in heißen Sommern beim Gießen der Bäume zu unterstützen wiederholt. Auch Baumpatenschaften oder Bürger die die Verantwortung über Pflanzenkübel übernehmen würden gerne gesehen. Die Stadt geht dazu über dem Klimawandel zu entsprechen und Bäume zu pflanzen die auch südlich der Alpen zu finden sind und besser mit Hitze und Trockenheit zurechtkommen.

Mehr Rosen in die Stadt
Der Wunsch die Stadt dort zu beleben wo Grün entsteht und nach Begrünung wurde von den Bürger*innen deutlich artikuliert. Der Anwesende Dr. Michel appellierte an die Stadt wieder vermehrt die Rosengitter die es noch in Mengen gäbe in Umlauf zu bringen und Rosen zu pflanzen. Er versicherte allen Anwesenden, dass die passenden Rosen nur einmal im Jahr einen Pflegeschnitt brauchen.

Mainufer wieder beleben
Der letzte Teil des Abends bevor Frau Weltin die Veranstaltung beendete drehte sich um die Belebung und Gestaltung des ‚Hochheimer Schmuckstücks’, dem Mainufer. Der Bürgermeister sprach allerdings Ideen zur Privatinitiative wie Food Trucks oder einem MainStrand bzw. Weinstand wie in anderen Gemeinden die Realisierung ab und begründete dies durch fehlende Infrastruktur oder den Auflagen des Naturschutzes.

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