Kreisumlage weiter senken – Landrat legt aktualisierte Zahlen zum Haushalt vor – Investitionen in Bildung und Verkehr

(jol/mtk) – „Bildung und Nahverkehr sind die zentralen Herausforderungen des neuen Jahrzehnts“: So fasst Landrat Michael Cyriax die Richtung des Haushaltsentwurfs für 2020 und die Finanzplanung der kommenden Jahre zusammen. Im Dezember wird das Zahlenwerk vom Kreistag abschließend beraten, Cyriax stellte jetzt einige aktualisierte Zahlen vor. „Weiterhin bestmögliche Leistungen für die Bürger“ sei das Ziel.

Der Kreis bleibe ein „starker Partner der Kommunen“, so der Landrat. Die Umlage, die die Kommunen an den Kreis für seine Leistungen zu zahlen hätten, sinke 2020 von 49 auf 47 Prozent. Damit lasse der Kreis den Kommunen quasi den Überschuss in Höhe von zehn Millionen Euro, den er im laufenden Jahr erzielen werde, wieder zugute kommen. Der Hebesatz sei der niedrigste Wert im Bereich des Regierungspräsidiums Darmstadt und einer der niedrigsten Werte aller hessischen Landkreise. Dabei erhalte der Kreis die geringsten Zuweisungen vom Land – sie sei teils um ein Vielfaches niedriger als die seiner Nachbarn.

Die Zahlen seien gegenüber dem Etatentwurf aktualisiert worden, weil sich diverse Rahmendaten des Landes geändert hätten und genauere Daten zum geplanten Bahnprojekt Regionaltangente West (RTW) vorlägen. Nach aktuellem Stand sinke das Defizit, das der Kreis aus Rücklagen ausgleiche, auf 5,7 Mio. Euro. Investiert würden alleine im kommenden Jahr 33,4 Mio. Euro.

Als Beispiel für Kreisinvestitionen nennt Cyriax den Schulbau. Die Dimension der geplanten Umbauten und Erweiterungen an der Main-Taunus-Schule Hofheim in Höhe einer zweistelligen Millionensumme sei beispiellos. Hinzu kämen das geplante Kreishallenbad und die Erweiterung des Landratsamtes.

Ein „Mammutprojekt“, das den Bürgern und den Unternehmen und ihren Mitarbeitern diene, sei die RTW, die um Frankfurts Westen herum eine direkte Zugverbindung aus dem Taunus zum Flughafen schaffen soll. Wie Kreisbeigeordneter Johannes Baron erläutert, steht die Finanzierung des Projekts in den Kommunen derzeit auf der Tagesordnung. „Wir setzen auf die Finanzierungszusagen von Bund und Land, um die RTW realisieren zu können. Wir sollten hier alle an einem Strang ziehen, damit das Projekt vorankommt“, so Baron. Das ganze Vorhaben werde nach aktuellen Berechnungen bis 2026 realisiert und mehr als 1,1 Milliarde Euro kosten; der Kreis werde knapp 17 Millionen Euro investieren müssen, rechnet Cyriax vor. Das sei aber gut angelegtes Geld, weil im Main-Taunus-Kreis viele Menschen die neue Verbindung nutzen werden.

Ein immer besseres Angebot mit Bus und Bahn sei essenziell für die Region. Die Angebote könnten jetzt auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung nutzen: Der Main-Taunus-Kreis führt das Jobticket ein, mit dem sie von März an kostenlos Züge und Busse im Gebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbundes nutzen können. Sie können es für dienstliche Reisen einsetzen, aber auch für private Fahrten nutzen. „Damit werde auch der Main-Taunus-Kreis als Arbeitgeber noch wettbewerbsfähiger“, so Cyriax.

Bilder: Grafiken, sie zeigen die Hebesätze und die Schlüsselzuweisungen im regionalen Vergleich

Bildnachweis: Main-Taunus-Kreis

 

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