Die Skate-Elemente sind da!

Der Brief eines Hochheimer Jungen an die Stadt vor zwei Jahren brachte einiges ins Rollen. Er wünschte sich eine BMX-Bahn außerhalb und wieder eine Skatebahn auf dem Weihergelände. (Die alten Rampen mit Holzgerüst waren baufällig geworden und mussten aus Sicherheitsgründen entfernt werden.) Zur Verstärkung seiner Aussage sammelte er noch fleißig Unterschriften bei anderen Hochheimer Kinder und Jugendlichen.

Petra Pfeffermann von der Jugendarbeit der Stadt nahm sich den Wünschen an und begann, nach BMX-Bahnen und Skateelementen zu recherchieren. Die BMX-Bahn wurde letztes Jahr realisiert und wird hervorragend genutzt und gepflegt. (Vgl. BMX-Bahn)

Für die Skaterbahn musste sie neben den allgemeinen Dingen noch zusätzlich zwei Hochheim-spezifische Herausforderungen meistern.

Alljährlich beansprucht der Hochheimer Markt den Platz
Die neuen Rampen sollten natürlich stabiler sein, damit die Kinder und Jugendlichen möglichst lange Spaß daran haben können. Allerdings müssen die Rampen ihren Platz in der Mitte des Weihergeländes regelmäßig zum Hochheimer Markt wieder räumen. Die asphaltierte Fläche wird genutzt, um den Besuchern im Festzelt trockene und saubere Füße zu garantieren.

Petra Pfeffermann vor dem Wave-Modul

Das Weihergelände ist Quellgebiet
Für die Stabilität und Langlebigkeit spricht Beton als Baumaterial. Zu schwer dürfen die Elemente nicht werden, da die unterirdischen Drainagen für die fünf Quellen im Weihergebiet geschädigt werden könnten. Aus diesem Grund können die großen und schweren Fahrgeschäfte des Hochheimer Marktes auch nur an bestimmten Stellen  aufgestellt werden.

Stabile aber leichte und mobile Rampen
Nach umfangreicher Recherche und in Absprache mit Skatern hat Petra Pfeffermann von der Firma A+URBAN DESIGN ein ansprechendes Angebot erhalten. Die neue Anlage wird den Anforderungen an eine stabile, mobile, leichte und der Sicherheit eines öffentlichen Platz entsprechende Skateinstallation gerecht. Äktschn und Spaß für viele Altersgruppen von Anfänger bis Fortgeschrittene sind vorprogrammiert. Die Kosten belaufen sich auf ca. 8.000 €.

Plattformen, Grinding Block und Ramp in Wartestellung.

Unterstützung durch die Bürgerstiftung Hochheim
Die Bürgerstiftung Hochheim war von Beginn an von den Plänen begeistert, weil der Stiftungsrat Outdoorsport für Kinder und Jugendliche sehr gerne unterstützen würde. Nachdem die Bürgerstiftung den Zerfall des Königin-Victoriaberg-Denkmals verhindert hat – es strahlt jetzt wieder in frischer weißer Pracht in den Weinbergen – war auch Kapazität für neue Projekte vorhanden. Da kam es gerade gelegen, dass die beiden Hochheimer Unternehmen Aeropump und Technogroup mit der Summe der nicht eingelösten Gutscheine der HUG Aktion (Hochheimer Unternehmens Gutschein) die Bürgerstiftung bedacht haben. (Vgl. Unternehmen helfen Unternehmen)

Die Hochheimer Unternehmen Aeropump und Technogroup haben sich sehr über diese Unterstützung für Kinder und Jugendliche gefreut. Beide Unternehmen haben die gespendeten Summen sogar noch aufgestockt, um die Skateelemente anschaffen zu können und die Elemente noch ein bisschen mit ihren Logos in Street Art zu verzieren. Schließlich sind Aeropump und Technogroup auch wichtige Ausbildungsbetriebe in Hochheim und können mit dem Outdoorsport-Sponsering auf sich aufmerksam machen und gleichzeitig etwas für Hochheimer Kinder und Jugendliche tun.

Start Ramp auf dem Radlader des Bauhofs

Rampe – Welle – Rampe
Der kleine Skate-Parcours besteht aus drei Elementen, die jeweils aus zwei Modulen bestehen und mit starken Schrauben miteinander verbunden werden. An beiden Seiten wird eine Plattform mit Rampe zum Schwung nehmen stehen und in der Mitte das Aktions-Modul mit Welle (Wave) und einen Slide Block horizontal, welches die Skater wellenförmig überrollen können oder an der metallverstärkten Kante darüber sliden¹ oder grinden². Die Elemente werden in Skater Slang³ Obstacles genannt.

Die Technogroup sponsored die „Technogroup start ramp“ und Aeropump sponsored die ‚Aeropump wave‘ und die „Aeropump base ramp“.

Der TÜV muss die Bahn erst freigeben
Bevor die Kids die Bahn nutzen können und von ramp zu ramp über die wave rollen, sliden oder grinden können, prüft der TÜV, ob die Bahn die Anforderungen erfüllt. Dann kommt das Schild, dass die Nutzung nur auf eigene Gefahr ist dazu und los kann es gehen.

Keine Eröffnung
Auf eine feierliche Eröffnung mit Gästen muss derzeit, wie bei der BMX-Bahn im vergangenen Jahr, verzichtet werden. Sobald das aber wieder möglich ist, wird die Eröffnung wie auch bei der BMX-Bahn, mit Gästen nachgeholt.

Die Kids dürfen aber  – nach der TÜV Abnahme – auf eigene Gefahr loslegen!

 

 

 

 


¹ Auf der Brettunterseite rutschen

² Auf der Hinterachse rutschen

³ Link zum Skater ABC

 

 

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