local transformation Klanginstallation und Führungen im Rahmen der Route der Industriekultur

(sh) Das Kooperationsprojekt »KlangKunst in Industriekultur« von Kulturfonds und KulturRegion präsentiert im Rahmen der »Tage der Industriekultur 2021« vom 21. Bis 29. August 2021 zehn ortsbezogene audiovisuelle Arbeiten von Klangkünstler/innen in Darmstadt, Eltville am Rhein, Frankfurt am Main, Hanau, Hochheim am Main, Idstein, Kelkheim und Offenbach am Main, die sich mit der industriellen Vergangenheit der Region auseinandersetzen.

Industriekultur in Hochheim am Main

Transformation ist für die Stadt Hochheim ein wesentlicher Faktor ihrer Entwicklung. Das gilt für den Weinbau ebenso wie für bauliche Maßnahmen, die Industrialisierung und die jetzt erlebbaren Soundscapes. An drei Orten, am Wasserturm, im Hummelpark an der Villa Burgeff und am Daubhäuschen, fokussieren Klanginstallationen von Frauke Eckhardt das Thema der Transformation in seinen verschiedenen Facetten. Allen künstlerischen Interventionen ist der enge Bezug zum direkten Umfeld und seinen prägenden Parametern gemein. Die Installationen werden am 21.08 um 12 Uhr in Anwesenheit der Künstlerin im Hummelpark eröffnet. Zu begehen sind die Installationen kostenfrei von Samstag, 21.8., bis Sonntag, 29.8., von 10.00 bis 20.00 Uhr sowie Freitag und Samstag bis 22.00 Uhr. Aus organisatorischen Gründen des Antoniushauses kann die Installation am Wasserturm an den Samstagen nur eingeschränkt besichtigt werden (21.08 bis 17.00 Uhr, 28.08. bis 12.00 Uhr). Unterstützt wird das Kooperationsobjekt von der Stadt Hochheim am Main, der Antoniushaus GmbH und dem Daubhäuschen e.V..

Bildhauerin und Klangkünstlerin Frauke Eckhardt

Seit den 1990er Jahren entwickelt Frauke Eckhardt klangbasierte künstlerische Interventionen, die von den Besucherinnen und Besuchern eigenzeitlich erschlossen werden können. Ihre raumbezogenen Inszenierungen und interaktiven Klanginstallationen reflektieren auf der Grundlage von architektonischer Struktur, gesellschaftlicher Funktion und geschichtlicher Spuren der spezifischen Orte, aktuelle gesellschaftliche Diskurse und globale Entwicklungen.

Hochheimer Orte der Industriekultur

Die klassizistische Villa Burgeff am Hummelpark wurde 1841 als Residenz des ersten Hochheimer Sektfabrikanten Burgeff erbaut und beheimatet seit 2002 die Hochheimer Kunstsammlung. Der Hummelpark, eine ca. 150 Jahre alte Parkanlage am Rand der Altstadt, befand sich wie die angrenzende Burgeffvilla früher im Besitz der Sektkellerei Burgeff. Das einst als »Bollers Bellevue« bekannte Daubhäuschen wurde 1892 von dem Sektfabrikanten Peter Boller für seine Ehefrau Margarete außerhalb der Stadt erbaut. 2015 belebte der Freundeskreis Daubhäuschen Hochheim e.V. das denkmalgeschützte Kleinod neu. Die Burgenromantik des Mittelrheins beeinflusste den Baustil des für die Sektkellerei Burgeff & Co. AG 1890 erbauten Wasserturms, der heute der Antoniushaus GmbH gehört. An das Erdgeschoss wurde ein gläserner Ausstellungsraum nach Plänen des Architekten Kurt Jäger angebaut.

Führungen im Rahmen der Projektwoche – Von Visionären der Industriekultur

Im Rhein-Main-Gebiet gibt es viele imposante und geschichtsträchtige Orte der Industriekultur. Manche Bauten werden noch genutzt, andere sind seit Jahren stillgelegt, wieder andere wurden umgewidmet und dienen nun neuen Zwecken. In Hochheim können Interessierte im Rahmen der Tage der Industriekultur an zwei Führungen hierzu teilnehmen. Die Ehrenamtliche Melanie Müller berichtet am 22. August ab 17 Uhr mit dem Thema „Hochheimer Sektgeschichte erleben“ über die Sektherstellung im Allgemeinen und informiert über Episoden aus der Sekt-Geschichte Hochheims. Die Führung startet im Museum mit einer Einführung in die Sektherstellung und führt anschließend u.a. zum Frankfurter Hof und der Villa Burgeff. Zum Abschluss wird am Daubhäuschen ein Hochheimer Winzersekt genossen. „Von Visionären der Industriekultur“ weiß Ellen Umstätter-Speth am 29. August um 17 Uhr zu berichten. Die Hochheimer Stadtführerin führt mit spannenden Geschichten über die Rüttelkeller zum Wasserturm im Antoniushaus. Carl Burgeff der Visionär, sein Nachfolger H. J. Hummel sowie die gesamte Hummel Dynastie, begegnen uns an speziellen Punkten.

Beide Führungen kosten 5 Euro inkl. einem Glas Sekt. Anmeldungen sind über die Tourist-Info der Stadt Hochheim am Main unter der Tel. Nr. 06146 900-333, in der Hochheimer Tourist-Info, Burgeffstr. 30, oder im Hochheimer Veranstaltungskalender unter www.hochheim-tourismus.de möglich. Mehr über die Arbeit des Kulturfonds und der KulturRegion erfahren Interessierte unter www.kulturfonds-frm.de und www.krfrm.de.

 

 

Bilder:

Hummelpark (Stadt Hochheim am Main)

Wasserturm (Volker Dziemballa)

Plakat: Tage der Industriekultur

Pressekonferenz zur Route der Industriekultur 2021 (Julia Wittwer)

 

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