Asiatische Hornisse – invasive Arten in Hessen
(sh) Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) gibt es nachweislich seit 2014 in Deutschland, seit 2016 ist sie als invasiv eingestuft. Sie bevorzugt warme, feuchte Gebiete und breitet sich insbesondere entlang der Flüsse aus, aber nicht ausschließlich.
Die Asiatische Hornisse ist kleiner als die europäische Hornisse und größer als die heimische Wespe. Insgesamt ist sie deutlich dunkler gefärbt und hat gelbe Beine.
Ab März baut die Königin das Primärnest mit bis zu 500 Arbeiterinnen. Die Nester sind oft klein, der Ausflug erfolgt nach unten und oft hängen die Nester auch sehr niedrig – beispielsweise in Hecken.
Auch wenn die Tiere grundsätzlich friedlich sind, reagieren sie auf Erschütterungen oder sonstigen Störungen in der Nähe des Primärnestes sehr aggressiv.
Im August wird in das Sekundärnest umgesiedelt, regelmäßig sind dies Bäume mit großer Höhe. Die Nestgröße steigt dann deutlich auf bis zu 100 cm Länge und mit bis zu 3.500 Arbeiterinnen. Auch diese Nester und ihre Umgebung, werden sehr aggressiv verteidigt. Manchmal sind diese Nester sogar so groß und schwer, dass die Äste, an denen sie hängen, abbrechen und zu Boden stürzen.
Die Anzahl der bestätigten Funde von Nestern ist über die letzten Jahre in Hessen stetig angestiegen. Eine Nestentfernung darf ausschließlich mechanisch über Fachfirmen erfolgen. Falls Nester entdeckt werden, sollen diese umgehend gemeldet werden.
Weitere Informationen und auch das entsprechende Meldeportal finden sich auf der Internetseite des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie:
https://www.hlnug.de/presse/pressemitteilung/invasive-arten-in-hessen-die-asiatische-hornisse
Einen Flyer sowie Abbildungen, finden Interessierte hier:
Asiatische Hornisse
Bild von christels
Europäische Hornisse
Bild von Andreas Hoja











