Unterstützung für die Tafel in Hattersheim

(hn) Der Lions Club Hochheim-Flörsheim unterstützt bereits seit Jahren die vom Caritasverband Taunus e.V. getragene Tafel in Hattersheim, welche auch Bedürftige in Flörsheim und Hochheim versorgt. Kürzlich fanden sich Lions- und Caritas-Vertreter gemeinsam zur symbolischen Spendenübergabe vor Ort ein.
Die ersten Schritte des langjährigen Engagements begannen bereits unter Präsident Olaf Lasalle und mündeten – gemeinsam unterstützt durch weitere spendable Lions Clubs des Main-Taunus-Kreises – in der gemeinsamen Anschaffung eines Kühlfahrzeug im März 2019. Die langjährige Fortführung dieser Zusammenarbeit ist vor allem auf das umtriebige Engagement von Hans-Ulrich Hartwig zurückzuführen: Der konnte nicht nur als Präsident die erfolgreiche Anschaffung dieses Kühlfahrzeugs vermelden, sondern hat auch seither ein offenes Ohr für die Bedürfnisse der Tafel. Zudem füllt er seit September 2024 mit viel persönlichem Einsatz die „Kauf eins mehr“-Aktivitäten in Hochheim mit Leben.
Zwischenzeitlich waren es mal pandemiebedingte Anschaffungen, um den nötigen Abstand in den Ausgabestellen zu wahren, mal ein umfangreicher Reparaturbedarf am Kühlfahrzeug, mit dem verderbliche Lebensmittel aus den Supermärkten des Umkreises abgeholt werden. Dank des regelmäßigen Austauschs mit dem Einrichtungsleiter Markus Barthel machen die Hochheim-Flörsheimer Lions eine finanzielle Förderung immer wieder möglich.
Die Kosten steigen – Spenden sind Willkommen
Aktuell stehen kein exemplarisches Großprojekt, sondern fast unsichtbare Ergänzungsaufwendungen, die für den reibungslosen Betrieb der Tafel aber immens wichtig sind, auf der Tagesordnung: Die technisch notwendige und aus hygienischen Gründen unerlässliche Wartung der Kühlgeräte in den Fahrzeuge sowie die steigenden Treibstoffpreise seien nur zwei Beispiele für explodierende Betriebskosten, wie Tafel-Einrichtungsleiter Markus Barthel den Vertretern des Lions Clubs bei der symbolischen Spendenübergabe vor Ort erläuterte.
Diese hätten den Zeitpunkt zum Pressefoto nicht besser wählen können, denn zahlreiche der ehrenamtlichen Helfer hatten sich bereits in der Tafel-Zentrale in Hattersheim eingefunden und gesellten sich kurz hinzu. Wenige Augenblicke später herrschte an derselben Stelle schon wieder emsiges Treiben, war doch das erste Fahrzeug von seiner Supermarkt-Runde zurückgekehrt. Nun hieß es, in Windeseile die Großpackungen auf haushaltsübliche Mengen aufzuteilen und in die zuvor noch halbleeren Regale und Kisten zu verteilen.
Auch organisatorisch auf größer werdende Nachfrage eingestellt
„Wir mussten die Ausgabe kürzlich umgestalten“, erläutert Barthel die Arbeiten seines vielköpfigen Helferteams: Immer mehr Bedürftige wie Bürgergeldempfänger, Sozialleistungen beziehende Rentner und Aufstocker stellen die Tafel mit ihren drei Ausgabestellen in Hattersheim, Hofheim und Kelkheim vor Herausforderungen. Die Ausgaben mussten zeitlich effizienter gestaltet werden, ohne dabei den Blick auf die Schwächsten unserer Gesellschaft und unter den Wartenden zu verlieren.
An Zeit für Gespräche über deren Ängste und Nöte, Alltagssorgen und Beratungsbedarfe soll es trotzdem nicht mangeln. „Wir priorisieren die Schwächsten, weil wir immer mehr Kunden und insgesamt zu wenig auszugebende Lebensmittel haben“, schilderte Markus Barthel die alltägliche Herkulesaufgabe seiner insgesamt 150 ehrenamtlichen Helfer, von denen rund siebzig die Ausgabe in Hattersheim und von dort auch die Logistik für die beiden anderen Standorte stemmen.









