Führung zum jüdischen Friedhof „Gräber und Steine für die Ewigkeit“

(sh) Ein Edikt des römischen Kaisers Konstantin vom 11. Dezember 321 erlaubt jüdischen Menschen die Mitarbeit in der Stadtverwaltung von Köln. Somit zeigt sich nicht nur, dass bereits zu dieser Zeit Jüdinnen und Juden im späteren Deutschland lebten, sondern auch, dass sie Teil des gesellschaftlichen Lebens waren. Dies ist der Anlass für ein deutschlandweites Festjahr, bei dem es darum geht, Menschen ins Gespräch miteinander zu bringen, Verständnis zu schaffen und sich gegen Antisemitismus zu positionieren.

Gerade für die jüngere Vergangenheit stellt sich die Frage: Welche Art von jüdischem Leben gab es hier vor Ort? Die Hochheimer Stadtführerin Ellen Umstätter-Speth eröffnet zum Jubiläumsjahr neue Perspektiven, indem sie eine auch heute nochsichtbare Institution jüdischen Lebens in den Fokus rückt: den jüdischen Friedhof zwischen Hochheim und Flörsheim. Ellen Umstätter-Speth behandelt unter anderem die Fragen: Was sind die Besonderheiten der Jüdischen Friedhöfe? Woher kommt das Brauchtum der Bestattungen?

Die Führungen finden am Sonntag, 5. September, von 17 bis 18.30 Uhr und amSonntag, 26. September, von 15 bis 16.30 Uhr statt. Aufgrund der aktuellen Situation der Corona-Pandemie ist noch nicht bekannt, wie die Führungen stattfinden können. Bitte vorab in der Tourist-Info Hochheim anmelden, entweder per Telefon unter 06146 900-333 oder per E-Mail an tourismus@hochheim.de. Die Teilnahme ist kostenfrei. Ihre Kontaktdaten müssen bei der Teilnahme erfasst werden.

Der Treffpunkt ist am Eingangstor des Jüdischen Friedhofs in Hochheim am Main, rechts an der Flörsheimer Straße unmittelbar am Ortsausgang in Richtung Flörsheim, Nichtjuden haben beim Betreten den Kopf zu bedecken.

Foto: © Stadt Hochheim am Main

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